Gepflegte Blumenanlagen finden sich im Türkenschanzpark genauso wie ganz naturbelassen wirkende Freiflächen.
Gepflegte Blumenanlagen finden sich im Türkenschanzpark genauso wie ganz naturbelassen wirkende Freiflächen.
Märchenhaft und idyllisch wird es im geschichtsträchtigen Türkenschanzpark in Wien Währing. Er ist eine Parkanlage, die sowohl die Annehmlichkeiten und Besonderheiten eines geplanten Gartens bietet, als auch ermöglicht, sich wie inmitten unberührter Natur zu fühlen. Und dabei kann man märchenhaft Schönes entdecken.
Dieser Artikel wurde am 31. Oktober 2019 veröffentlicht
und ist möglicherweise nicht mehr aktuell!

Der Türkenschanzpark im 18. Bezirk in Wien wurde 1888 offiziell von Kaiser Franz Joseph I. eröffnet – um die damals so berühmte „Sommerfrische“ auch ein bisserl nach Wien zu bringen. 30 Jahre lang war er der größte städtische Park unserer Stadt.

Charakteristisch für den Park sind viele, viele städtische Bänke, die entlang der Spazierwege stehen. Aber es gibt auch ein paar versteckte Picknicktischchen, wie diesen hier.
Charakteristisch für den Park sind viele, viele städtische Bänke, die entlang der Spazierwege stehen. Aber es gibt auch ein paar versteckte Picknicktischchen, wie diesen hier.

Für viele Wiener gilt er heute als „weit draußen“ – dabei ist man mit dem 41er von der Innenstadt eigentlich recht schnell fast unmittelbar im Türkenschanzpark. 

Rabensuchbild: Rund um die große Teichanlage finden sich zahlreiche gemütliche Bänke und Freiflächen zum Seelebaumeln lassen – für Mensch UND Tier.
Rabensuchbild: Rund um die große Teichanlage finden sich zahlreiche gemütliche Bänke und Freiflächen zum Seelebaumeln lassen – für Mensch UND Tier.

Und der Besuch lohnt sich wirklich. Weniger touristisch als die Innenstadtparks findet man hier nicht nur beeindruckend schöne Ein- und Ausblicke sondern eben auch ein weitläufiges Gebiet, das zur Ruhe und Erholung einlädt. Und diesen Bereich der Stadt teilt man sich mit so einigen Tieren.

Der Wasserfall im Türkenschanzpark ist für Besucher eine besondere Attraktion und lädt wirklich zum Träumen ein.
Der Wasserfall im Türkenschanzpark ist für Besucher eine besondere Attraktion und lädt wirklich zum Träumen ein.

Seinen Namen hat der hügelige Park aufgrund der Tatsache, dass sich in diesem Gebiet im Jahr 1683 die Türken während der zweiten Belagerung vor dem anrückenden Entsatzheer geschützt haben. 

Zum Gedenken an die ukrainische Kosaken, den Mitbefreiern Wiens 1683“ steht hier auf diesem Denkmal, das 2003 im Türkenschanzpark errichtet wurde. 
“Zum Gedenken an die ukrainischen Kosaken, den Mitbefreiern Wiens 1683“, steht hier auf diesem Denkmal, das 2003 im Türkenschanzpark errichtet wurde.

Die Eröffnungsrede hielt Kaiser Franz Joseph I. am 30. September 1888 übrigens unmittelbar vor der auf einem Hügel errichteten Paulinenwarte.

Seit einigen Jahren ist die Paulinenwarte saniert und zu bestimmten Zeiten wieder für Besucher zugänglich – davor durfte sie Jahrzehnte lang nicht betreten werden. 
Seit einigen Jahren ist die Paulinenwarte saniert und zu bestimmten Zeiten wieder für Besucher zugänglich – davor durfte sie Jahrzehnte lang nicht betreten werden.

Auf einer Gedenktafel an der Warte stehen übrigens die Worte, die der Kaiser bei der Parkeröffnung gesprochen haben soll: „Ich wünsche herzlichst, dass mit dem Blühen und Gedeihen dieses jungen Gartens auch der erfreuliche Aufschwung der Vororte, welche sobald dies möglich sein wird, auch keine physische Grenze von der alten Mutterstadt scheiden soll, stets zunehmen werde.”

Eichhörnchensuchbild: Oben auf der Paulinenwarte hat man einen schönen Ausblick über Wien und den Wienerwald. Bei unserem Besuch war die Warte leider geschlossen. Dem Einchhörnchen macht das wohl nicht viel aus.
Eichhörnchensuchbild: Oben auf der Paulinenwarte hat man einen schönen Ausblick über Wien und den Wienerwald. Bei unserem Besuch war die Warte leider geschlossen. Dem Einchhörnchen macht das wohl nicht viel aus.

Die Bäume, die man im Park übrigens so findet, sind teilweise ganz besondere. Gemeinsam mit der Universität für Bodenkultur hat die Stadt hier nämlich viele botanische Besonderheiten und Zierbäume gepflanzt. An manchen Bäumen findet man kleine Hinweisschildchen, damit man auch weiß, um welche Baumart es sich hier eigentlich handelt.

Jetzt im Herbst beginnt im Türkenschanzpark langsam ein ganz besonderes Blätterfarbenspiel.
Jetzt im Herbst beginnt im Türkenschanzpark langsam ein ganz besonderes Blätterfarbenspiel.

Insgesamt bietet der hügelige Park eine Vielzahl an Liegewiesen, auf denen man es sich gemütlich machen kann und eine schier unüberschaubare Anzahl an Sitzbänkchen. Und wer gemütlich durch den Park spaziert, wird auch einige Denkmäler dabei finden.

Neben vielen anderen ist auch dem österreichischen Schriftsteller und Maler Adalbert Stifter im Türkenschanzpark ein Denkmal gesetzt. Eingebettet in die frühherbstliche Blumenwiese.
Neben vielen anderen ist auch dem österreichischen Schriftsteller und Maler Adalbert Stifter im Türkenschanzpark ein Denkmal gesetzt. Eingebettet in die frühherbstliche Blumenwiese.

Viele Hinweistafeln im Park zeugen auch davon, dass der Park ein wichtiger Lebensraum für städtische Tiere ist. In den 1990er-Jahren wurde überdies ein Lehrteich der “Studiengruppe Ökologie“ für Kinder angelegt.

Viel Grün und viel Wasser, der Türkenschanzpark wirkt an manchen Stellen wirklich wie ein kleiner Wellnesstempel mitten im Freien.
Viel Grün und viel Wasser, der Türkenschanzpark wirkt an manchen Stellen wirklich wie ein kleiner Wellnesstempel mitten im Freien.

Übrigens: Die Schnellbahn S45 fährt großteils unterirdisch durch den Park. An einer Stelle kann man sie jedoch von oben betrachten. 

 

Besonders jetzt im Herbst, wenn sich die Blätter langsam zu verfärben beginnen, lohnt sich ein Besuch im Türkenschanzpark, bei dem man ruhig auch einmal einfach nur dem Wasserspiel zuschauen kann. 
Besonders jetzt im Herbst, wenn sich die Blätter langsam zu verfärben beginnen, lohnt sich ein Besuch im Türkenschanzpark, bei dem man ruhig auch einmal einfach nur dem Wasserspiel zuschauen kann.

 

Fotocredit: © Energieleben Redaktion