Auch wenn das Thema Elektromobilität von den Medien immer wieder aufgegriffen wird, so ist der Markt für Elektroautos immer noch verschwindend gering. Nur ein paar hundert E-Autos sind in Österreich angemeldet. Doch warum werden sie so wenig gekauft?

Elektromobilität hat viele Vorteile

  • Verringerung der CO²-Emissionen (wobei hier natürlich Nutzung von Strom aus erneuerbaren Energiequellen vorzuziehen ist)
  • Verringerung von schädlichem Feinstaub (erzeugt hauptsächlich durch Dieselmotoren)
  • Verringerung von Lärm im Straßenverkehr (Elektromotoren arbeiten nahezu geräuschlos)
  • Sicherheit der Energieversorgung durch Diversifikation der Energiequellen
  • weniger abgasbedingte Gesundheitsschäden (Atemwegserkrankungen, Beeinträchtigung von Nieren, Blutbild, Erbgut und mehr. Abgaskonzentration ist im niederen Bereich am Höchsten – in Höhe unserer Kinder!)
  • Elektromotoren sind technisch ausgereift und wartungsarm, weil sie weder Schaltgetriebe noch Kupplung haben.
  • Elektromotoren weisen einen sehr hohen Wirkungsgrad auf, was sich im Stadtverkehr (häufiges Anfahren und Bremsen) sehr positiv zeigt
  • Kosteneffizienz durch Treibstoffeinsparung, niedrige Steuerlast und Versicherungsbeträge. Schnelle Amortisation der höheren Anschaffungskosten.
  • Importabhängigkeit von Erdöl wird verringert
  • Weil sie keine Abgase produzieren, ist auch eine Nutzung innerhalb von Gebäuden oder Hallen möglich.

Leider haben Elektrofahrzeuge aber auch immer noch Schwachpunkte

Batterie/Akku

Sowohl die hohen Kosten als auch die langen Ladezeiten und vergleichsweise niedrige Lebensdauer schreckt Kauf-Interessierte immer noch ab. Experten gehen jedoch davon aus, dass sich die Batteriekosten bis 2020 um 75% verringern. Auch an der Größe, Effizienz und Haltbarkeit der Energiespeicher wird mit guten Aussichten gearbeitet. Die Akkumulatorenentwicklung erlebt eine intensive Weiterentwicklung.

Reichweite

Die Reichweite der Elektroautos variiert sehr stark. Durchschnittliche Leistung ist etwa 40 – 100 km und somit für Kurzstrecken oder Stadtfahrten bestens geeignet. Kälte, Hitze oder volle Beladung können diese Leistung jedoch beeinträchtigen. Laut Statistik sind 80% der zurückgelegten Strecken ohnehin unter 20km und somit mit dem E-Auto auch problemlos machbar. Fahrzeuge mit höherer Reichweite sind um ein Vielfaches teurer in der Anschaffung. Wenn es mehr Stromtankstellen gäbe, wäre dieser Nachteil jedoch nicht mehr relevant.

Die Zukunft der Elektromobilität

Will man den Elektroantrieb als solide Alternative zum konventionellen Verbrennungsmotor gelten lassen, so bedarf es sicher noch einiger Forschungs- und Entwicklungsarbeit. Schön wäre es, wenn unser Alltag bald so aussehen könnte: “Elektrofahrzeuge – eine Zukunftsvision

Wichtig ist, dass die Förderung der Elektromobilität Hand in Hand geht, mit dem Ausbau der erneuerbaren Energien. Denn bei Nutzung von Atomstrom oder Strom aus fossilen Rohstoffen, ist auch das Elektroauto keine saubere Fortbewegungsart!

Weiterführende Infos: VCÖ (Verkehrsclub Österreich)

Andere Artikel von BioBella Stranzl

Bildrechte: Vorschaubild und Artikelbild © Ela Kwasniewski – dreamstime.com

3 Kommentare

  1. Einen wunderschönen guten Tag Frau Stranzl

    Als Chefredakteur von http://www.solar-driver-online.de mit über 15.000 Berichten zum Themenbereich Elektromobilität, finde ich Ihren Artikel leider sehr oberflächlich. So auch beim Themenbereich Reichweite von Elektroautos. Dort verschweigen Sie, dass es im Ausland schon längst eCars mit Reichweiten bis zu 600 km gibt, die zudem noch wesendlich kostengünstig sind als die bei uns bisher angebotenen eFahrzeuge. Ausserdem verschweigen Sie, dass Sie ausschliesslich von umgerüsteten Verbrennungsmotorfahrzeugen zu Elektrofahrzeugen in Ihrem Artikel schreiben. Von eCars der 2. Generation und ihrem viel weiter entwickeltem Stand schreiben Sie überhaupt nichts, oder wissen davon nichts. Nicht zu vergessen, dass eLadestationen der momentanen Art schon längst vollkommen veraltet sind, Onboardsysteme mit einem zehntel der Kosten sind die Zukunft, die bei uns in Deutschland auch wieder verschlafen wird. – Ihr Jürgen Krohn

  2. Lieber Herr Krohn,

    erstmal herzlichen Dank für Ihr Kommentar. Es freut mich immer sehr, wenn hier ein wenig Interaktion entsteht und Meinungen ausgetauscht werden.

    Natürlich muss ich Ihnen Recht geben, dass es in anderen Ländern schon mehr Fortschritte in der E-Mobilität gibt. Mein Artikel war eher darauf abgestimmt, widerzuspiegeln was in unserem Land Stand der Dinge ist und angeboten wird. Und das ist leider noch nicht so berauschend.

    Aber ich bin guter Dinge, dass auch hierzulande bald gebrauchsfreundlichere und günstigere Modelle auf den Straßen unterwegs sein werden.

    Mit besten Grüßen
    BioBella Stranzl

  3. Dass Europa insgesamt hintennach bei EVs ist, zeigen die Verkaufszahlen und die Angebotsliste.
    Wenn sich einer ein vernünftiges EV anschaffen möchte, dann ist er auf den Selbstbau und damit auf mehrere Schrottplätze angewiesen um die benötigten Bestandteile zu erwerben.
    Was früher als selbstvverständlich galt, haben die Großspurpolitiker der Vergessenheit überantwortet.
    Alle Fahrzeugteile müssen aus China importiert werden, selbst so einfache Dinge wie Fahrradschläuche oder Speichen und so auch Nabenmotore und Lithiumakkus. Mein neu importierter 48V 20Ah LiFePO4 aus China, macht mein E-Bike erst kurzstreckentauglich bis 50Kilometer und ein Ladegerät , welches den Aklku wiederum in 3 Stunden auflädt. Weil über Nacht möchte ich bei meiner Radtour nicht beim Ladestecker verbleiben. Werbung verspricht 70 Kilometer Reichweite, die Häfte davon ist wahr, ebenso ist ein Fahrrad mit Bleibatterie nach einem Jahr reif für den Batterietausch und ein Lithium-Kobalt Akku ist bereits nach 3 Jahren passee! Übrig bleibt also eine Lithium Eisenphosphat-Batterie, welche an die 10 Jahre ihre Dienste verspricht.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

*
*