Wien leuchtet: So nennt sich die Magistratsabteilung 33, die sich in Wien um die richtige Beleuchtung für Straßen, Parks und öffentliche Flächen kümmert. Energieeffizienz und Umweltschutz stehen dabei ganz oben…

Wien leuchtet: So nennt sich die Magistratsabteilung 33, die sich in Wien um die richtige Beleuchtung für Straßen, Parks und öffentliche Flächen kümmert. Energieeffizienz und Umweltschutz stehen dabei ganz oben auf der Liste des bis 2018 ausgelegten Stadt-Projekts.

Der „Masterplan Licht“ der MA 33 ist ein ausgeklügeltes Konzept, das modernes Know-How aus Technik, Design, Ökonomie und Ökologie bündelt und neue Impulse setzt. Derzeit sorgen rund 150.000 Lichtpunkte in Wien für ein angenehmes Stadtbild sowie Sicherheit und Orientierung auf den Straßen. Laufend werden von der MA33 neue Projekte geplant und umgesetzt und dabei nicht nur auf das Wissen der eigenen Experten und Expertinnen gebaut, sondern vielfach auch mit KünstlerInnen bzw. DesignerInnen zusammengearbeitet.

Effektbeleuchtung Roßauer Lände

Seit 7. April 2010 strahlt neben anderen Brücken des Donaukanals nun auch die Roßauer Brücke in ansprechendem Licht. Für die künstlerische Beratung zum Beleuchtungskonzept zeichnet das Wiener Lichtplanungsbüro podpod verantwortlich, das bereits andere Brücken für die MA33 und somit die Wiener und Wienerinnen beleuchtete. 152 LED-Leuchten tauchen die Roßauer Brücke ab Einbruch der Dunkelheit in blau-türkises Licht, bringen so die einzigartige, fingergleiche Tragekonstruktion zur Geltung und helfen durch die farbliche Unterscheidung zu den anderen Brücken auch bei der Orientierung am Donaukanal.

Solar- und LED-Technik in der Straßenbeleuchtung

LED-Leuchten gelten als Hoffnungsträger, Stadtbeleuchtungen effizienter zu gestalten. Mit dem aktuellen Stand der Technik bringt ihr Einsatz noch keine wirtschaftlichen Vorteile, weshalb in Wien wie auch in anderen Städten mittels Pilotanlagen das Potenzial der LED-Technik ausgelotet wird.

Die Vorteile von LED-Leuchten liegen auf der Hand: Aufgrund iherer kompakten Größe wird flexibles Lichtdesign möglich und ihre Lebensdauer liegt bei rund zehn bis zwölf Jahren, was die Lebensdauer herkömmlicher Entladungslampen bei einer Brenndauer von 4.000 Stunden um das Dreifache übertrifft.

Der Nachteil ist ihre nicht bestätigte lichttechnische Effizienz wie zum Beispiel ihr Verhalten bei tiefen Außentemperaturen oder der Verlust an Licht durch den Alterungsprozess. Somit sind aus heutiger Sicht die Kosten für Anschaffung, Wartung und Betrieb von (auch solarbetriebenen) LED-Systemen auf den gesamten Lebenszyklus gesehen deutlich höher als bei konventionellen Beleuchtungssystemen.

Pilotprojekte sind derzeit in der Franzensbrückenstraße 2-12 (2. Bezirk), in der Margaretenstraße und am Kühnplatz (4. Bezirk), im Arne-Carlsson-Park (9. Bezirk), in der Veitingergasse (13. Bezirk) und im Franz-Pixner-Weg (22. Bezirk, solarbetriebene LED-Leuchten) installiert.

Beleuchtungssystem am neuen Wiener Bahnhof

Auch der neue Wiener Hauptbahnhof, der derzeit gerade am Südtiroler Platz entsteht, soll unter anderem durch ein herausragendes Beleuchtungssytem zur Visitenkarte für Wien als Tourismus- und Wirtschaftsmetropole werden. Im Zuge des seit 2009 laufenden Um- bzw. Neubaus wurden in Abstimmung mit den Straßenbauarbeiten in der Sonnwendgasse bereits die ersten neuen Leuchten montiert.

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