Tipps wie du deinen Gartenteich jetzt frühlingsfit machst.

Mit den ersten warmen Tagen erwacht auch der Gartenteich aus dem Winterschlaf. Die Eisdecke verschwindet, Pflanzen und Tiere werden wieder aktiv und was sich über den Winter angesammelt hat, kommt zum Vorschein. Jetzt ist ein guter Zeitpunkt, um die Teichpflege zu planen und für eine stabile Wasserqualität im Frühjahr und Sommer zu sorgen.

Warum der Frühjahrsputz so wichtig ist

Über den Winter sammelt sich im Teich verrottetes Pflanzenmaterial an. Diese Biomasse kann nicht natürlich abgebaut werden und bildet Faulschlamm. Die Folgen zeigen sich spätestens im Sommer:

  • sinkende Wasserqualität,
  • starker Algenwuchs,
  • Gefahr des „Kippens“, wodurch Fische und Pflanzen Schaden nehmen.

Eine gründliche Reinigung im Frühjahr verhindert diese Probleme und sorgt für ein gesundes Ökosystem.

Startpunkt: Wenn das Wasser 10–12 °C erreicht

Mit der Teichpflege solltest du beginnen, sobald:

  • die Wassertemperatur 10–12 °C erreicht, oder
  • die Fische wieder aktiv an der Oberfläche schwimmen.

Solange die Tiere noch im Wintermodus sind, bleibt der Teich unangetastet.

Schritt 1: Folie und Technik prüfen

  • Teichfolie auf Frostschäden kontrollieren.
  • Pumpen und Filter inspizieren und Verschleißteile austauschen – besonders wichtig: die Sauerstoffpumpe.

Schritt 2: Laub und Pflanzenreste entfernen

Mit einem Kescher entfernst du Laub und abgestorbene Pflanzenteile.

  • Gelbe oder matschige Pflanzenteile abschneiden.
  • Stark wuchernde Pflanzen auslichten.

Durch die zunehmende UV‑Einstrahlung treiben die Pflanzen bald kräftig aus.

Wenn das Wasser bereits grün oder schwarz verfärbt ist, reicht Abschöpfen nicht mehr aus.

Schritt 3: Schlamm entfernen

Bei starker Verschmutzung:

  1. Fische in ein schattiges Becken mit Teichwasser umsetzen und mit einem Netz abdecken.
  2. Den Teichgrund mit einem Schlammsauger reinigen.
  3. Falls nötig, Kies nachfüllen, um Pflanzen Halt zu geben.

Schritt 4: Wasser auffüllen – aber richtig

  • Fehlendes Wasser am besten mit Regenwasser ergänzen.
  • Ein kompletter Wasserwechsel ist nur nötig, wenn der Teich eutrophiert ist (stark überdüngt).
  • Normalerweise genügt ein teilweiser Wasserwechsel.

Schritt 5: Fische langsam anfüttern

Zu Beginn ein leicht verdauliches Futter verwenden, da der Stoffwechsel der Fische bei kühlem Wasser noch träge ist.
Mit steigenden Temperaturen darf das Futter energiereicher werden.

Schritt 6: Neue Pflanzen setzen

Beim Bepflanzen gilt:

  • Mindestens ein Drittel der Wasseroberfläche sollte frei bleiben.
  • So bleibt genug Licht und Sauerstoff im Teich.

Jetzt bleibt nur noch: genießen

Ein gut gepflegter Teich belohnt dich mit klarer Wasserqualität, vitalen Pflanzen und aktiven Fischen und das den ganzen Sommer über.


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Bild: David M. Chambers auf Unsplash