Die Frühlingssonne weckt auch den Teich aus dem Winterschlaf. Die Eisdecke bricht und löst sich auf. Was darunter eingeschlossen war, kommt zum Vorschein. Zeit, ordentlich aufzuräumen im Teich.

Zu viel verrottetes Pflanzenmaterial im Wasser bildet Faulschlamm. Aus einem Gartenteich kann tote Biomasse nicht auf natürlichem Wege heraus. Das rächt sich spätestens im Sommer: dann leidet die Wasserqualität spürbar, es wachsen zu viele Algen und das Gewässer „kippt“, es wird für Fische unbewohnbar. Das wollen wir verhindern.

Eisfrei

Startschuss für die Arbeit am Teich ist, wenn die Wassertemperatur zehn bis zwölf Grad Celsius erreicht, oder wenn die Fische aktiv werden und dicht an der Oberfläche schwimmen. Solange die Fische noch im Winterschlaf liegen, lassen Sie den Teich ruhen.

Folie und Laub

Zunächst prüfen Sie die Teichfolie auf Schäden durch das Eis. Dann nutzen Sie einen Kescher, um Laub und abgestorbenes Pflanzenmaterial aus dem Wasser zu schöpfen. Seien Sie dabei ruhig gründlich und schneiden Sie gelbe Pflanzenteile einfach ab und lichten Sie stark wuchernde Pflanzen aus. Bald wird die stärkere UV-Einstrahlung für kräftigen Nachwuchs sorgen.

Wenn das Wasser bereits grünlich oder schwarz verfärbt ist, reicht das Abschöpfen nicht mehr. In diesem Fall setzen Sie die Fische in ein separates Becken mit Teichwasser im Schatten, am besten abgedeckt mit einem Netz, damit die frisch Geweckten nicht herausspringen.
Dann reinigen Sie den Grund des Teichs mit einem Schlammsauger und füllen fallweise Kies nach.

Wasserwechsel?
Was anschließend an Wasser fehlt, sollten Sie mit frischem Regenwasser auffüllen. Generell ist ein kompletter Wasseraustausch nur nötig, wenn der Teich eutrophiert, also bereits durch ein Überangebot an Nährstoffen gekippt ist. Im Normalfall genügt ein teilweiser Wasserwechsel.
Wenn der Teich über Pumpen und Filter verfügt, tauschen sie die wesentlichen Verschleißteile aus. Wichtig ist besonders die Sauerstoffpumpe.
Fischfutter
Für die Fische verwenden Sie zu Beginn ein leicht verdauliches Fischfutter. Bei niedrigeren Temperaturen ist auch der Stoffwechsel der Tiere noch verlangsamt. Je wärmer das Wasser schließlich wird, desto aktiver werden auch die Fische, und desto stärker darf das Futter sein.
Achten Sie übrigens beim Setzen neuer Pflanzen darauf, dass mindestens etwas mehr als ein Drittel der Wasseroberfläche pflanzenfrei bleiben soll.

Danach bleibt nur noch eins: Die Idylle eines gesunden Gartenteichs zu genießen – eine ganze Saison lang.

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