Seit mindestens 130 Jahren wird Afrika brutal ausgebeutet und der gesamte Wohlstand der Kolonialmächte kannibalisch auf der Not und dem Tod der Afrikaner gegründet. Die 3. UNO – Konferenz zur…

Seit mindestens 130 Jahren wird Afrika brutal ausgebeutet und der gesamte Wohlstand der Kolonialmächte kannibalisch auf der Not und dem Tod der Afrikaner gegründet. Die 3. UNO – Konferenz zur Entwicklungsfinanzierung in Addis Abeba vom 13. bis 16. Juli 2015 hat auf zynische Weise wiederum bewiesen, wie skrupellos die Industrienationen, insbesondere die sogenannten G7-Staaten (ohne Russland) diese menschenverachtende Politik fortsetzen. Diese haben sich vollständig den Forderungen der transkontinentalen Kannibalen unterworfen und weigern sich sogar, ihre Schuld in irgendeiner Form zu begleichen. Die Griechenlandkrise ist da nur eine weitere, ebenso zynische Episode.

Afrikanische Bauern machen die Wüste allein fruchtbar, wenn man sie nur in Ruhe lässt

Bis vor 30 Jahren war zum Beispiel Äthiopien einer der Schauplätze des – nun wieder in anderen afrikanischen Staaten wütenden – Krieges der Konzerne gegen Mensch und Mitwelt. Seitdem haben sich aber die Menschen in einer der am weitesten zerstörten Regionen – in Tigray – daran gemacht, ihre Heimat wieder bewohnbar zu machen, das inzwischen zu Wüste gewordene Land wieder grün werden zu lassen. Ganz ohne die Hilfe – die ja letztlich nur Zerstörung bedeutete und noch bedeutet – der „Entwicklungshelfer“, also der Helfershelfer der Agrarkonzerne, haben Kleinbauern in der Wüste „blühende Landschaften“ geschaffen, so dass sie erstmals wieder in der Lage sind sich und die ganze Region ohne Hilfe zu ernähren. So sah Afrika vor der Kolonialisierung aus und so kann Afrika sich – und sogar andere Länder – vollständig und reichhaltig ernähren. Die Methoden sind uralt, über Jahrtausende erprobt, dem Klima angepasst, effizient – aber eben für externe Investoren völlig uninteressant. Bäuerliche Gemeinschaften bewirtschaften das Land, gewinnen Ackerland und Waldflächen von der Wüste zurück und widerlegen jeden europäischen Agrarwissenschaftler, der ihnen letztlich nur die Produkte der Agrarmafia verkaufen will. Mit Spitzhacken und Schaufeln und unter Einsatz der gesamten Familie sorgen die Menschen wieder für „Vollbeschäftigung“ und Nahrung in Hülle und Fülle. Diese Methoden sind für jedes Land, wie diese Menschen beweisen, der einzige Weg aus allen Krisen, allerdings nur dann, wenn man die Menschen in Ruhe lässt und nicht den Kannibalen zum Fraß opfert. Bisher wird Afrika noch gezwungen, 40% seiner Nahrungsmittel als subventionierte, also wettbewerbsverhindernd verbilligte Produkte aus dem Westen zu importieren. Genau das hat jede Form afrikanischer Agrarwirtschaft zerstört, die Reste ernähren gerade 60% der Bevölkerung. Das nachgewiesene – sofort zu erreichende – Potenzial sind weit über 200% aus Eigenproduktion (Chemiefrei!!). Der Westen soll seine giftigen Waren also behalten. Afrika kann laut einer UN-Studie sogar eigentlich die Welt ernähren und dürfte niemals Hunger leiden oder gelitten haben. Das dies passierte und passiert, ist allein die Verantwortung der Kolonialstaaten.

Der Westen will die Welt für die Konzerne filetieren

Jede Form der Entwicklungshilfe, also der „Wiedergutmachung“ für die bisherige skrupellose Ausbeutung, hat die Krisen in Afrika nur verschlimmert und sich als weitere oder gar neue Ausbeutung entpuppt. Selbst der umtriebige Bob Geldof musste eingestehen, dass von den 200 Millionen Dollar seiner „Live Aid“ – Initiativen kein Cent bei den Menschen in Afrika ankam, sondern wie üblich alles Geld in die Kassen der Konzerne oder ominöser Banken floss. Jede Entwicklungshilfe war und ist, wie aktuell für Griechenland, an entsprechende Auflagen gebunden, so dass das gerade von der Kolonialmacht – angeblich – „befreite“ Land wieder an die Kannibalen zurückzugeben ist – als „Privatisierungszwang“ – und somit die Sklavenhaltung wieder eingeführt wird. Der Kolonialismus hat also nie aufgehört.
Die G77-Länder, also die 77 wesentlich unter diesen Mafiamethoden leidenden Länder des Südens, haben im letzten Jahr allein aus verlorenen, also von den Konzernen nicht gezahlten Steuern fast 1 Billion Dollar Verlust. In Wahrheit finanzieren diese „armen“ Länder nach wie vor die reichen Länder des Nordens. Aus ihnen fließen jährlich 2 Billionen Dollar in den Norden, während gerade die Hälfte, einschließlich der „Entwicklungshilfen“ zurückkommt. Die Entwicklungshilfe wurde zwar von der UNO 1970 auf 0,7% der Wirtschaftsleistung der Industriestaaten vereinbart, aber in dieser Höhe noch nie gezahlt. Alle Wünsche, die „Kannibalen“ an die Leine zu nehmen, wurden bei der Konferenz in Addis Abeba von den mächtigen G7-Staaten rüde abgewiesen. Sie verlangen weiterhin die demütige Duldung des kannibalischen Systems, dem Gesetz des „freien Marktes“, das nun einmal von den transkontinentalen Konzernen diktiert wird. Und Steuern zahlen diese nun einmal in keinem Land, da das ja die Renditen schmälern würde. Menschenrechte, Naturschutz, Umweltauflagen, das sind alles Forderungen, die den freien Markt stören.

Afrika muss den Afrikanern zurückgegeben werden

Raubt man Menschen ihre Lebensgrundlage, ihre Heimat, muss man damit rechnen, dass diese bei den Räubern vorstellig werden und ihr Recht einfordern. Dies geschieht aktuell und bisher noch – aus welchem Grund auch immer – friedlich. Würde man diesen Menschen das zurückgeben, was man ihnen geraubt hat, würden sie natürlich in ihrer Heimat bleiben. Alle frommen Erklärungen westlicher Politiker und sonstiger angeblicher „Retter“ sind unverschämte Lügen und ihre Hilfen nicht einmal eine gedachte Wiedergutmachung. Diese haben Afrikaner – und amerikanische oder asiatische Kannibalenopfer – bisher noch nicht einmal eingefordert. Sie wollen bisher lediglich aktuell Gerechtigkeit für sich und ihre Mitwelt oder eben dort leben dürfen, wo ihre Bodenschätze und ihre Lebensmittel hin verschleppt wurden und werden.
Wenn Europa nicht sämtliche Menschen, denen es ihre Heimat geraubt hat, das wären aktuell gut 2 Milliarden Menschen bei sich aufnehmen möchte, muss es seine „Politik“, also sein Handeln und sein Denken radikal ändern. Wir stehen in der Schuld dieser Menschen und ihrer Mitwelt. Diese Schuld kann ganz schnell beglichen werden, zuerst damit, dass wir aufhören mehr Schulden anzuhäufen. Der Westen und seine kannibalischen Konzerne müssen Afrika sofort verlassen. Das afrikanische Staaten angeblich „Schulden“ bei westlichen Ländern haben sollen, ist eine weitere Unverschämtheit. Es ist in Wahrheit, wie die Historie zeigt, genau anders herum. Diese Rechnung allerdings könnten die Helferstaaten der Kannibalen jedoch niemals begleichen, weshalb sie selbst in „aufgeklärten“ Kreisen immer weiter verdrängt wird.

http://evolution.skf.com/de/trendwende-in-tigray/
http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/landwirtschaft-und-bewaesserung-im-norden-aethiopiens-a-911326.html
https://www.giz.de/de/mediathek/18674.html
https://www.boell.de/de/navigation/afrika-bauern-afrika-landwirtschaft-9164.html
http://taz.de/Entwicklungskonferenz-in-Addis-Abeba/!5211984/
http://taz.de/UN-Konferenz-zu-Entwicklungshilfe/!5213683/

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