Hier findet ihr eine kurze Anleitung und ein paar Tipps und Tricks für einen minimalistischen Lebensstil. -Fotocredits: Olia Gozha
Hier findet ihr eine kurze Anleitung und ein paar Tipps und Tricks für einen minimalistischen Lebensstil. -Fotocredits: Olia Gozha
Gelebter Minimalismus ist ein Prozess, der sich über Jahre hinwegzieht und einen – im besten Fall – ein ganzes Leben lang begleitet. Allerdings funktioniert ein minimalistischer Lebensstil nicht von heute auf morgen.

Denn wir Menschen sind darauf ausgelegt, neue Dinge kaufen zu wollen. Einkaufen uns uns mit schönen Dingen zu belohnen, löst in uns Glücksgefühle aus. Daher ist es mehr als verständlich, dass wir es gerne tun. 

Wie ihr es trotzdem schafft, nein zu Konsum zu sagen, verrate ich euch in diesem Beitrag.

Wenn ihr wissen wollt, was Minimalismus überhaupt ist, dann könnt ihr das hier nachlesen.

Minimalismus kostet viel Zeit

Von Minimalismus versprechen sich die meisten Menschen vor allem zwei Dinge: Zeit und Freiheit. Zeit, die nicht mit Aufräumen oder Instandhaltung verbracht wird. Die Freiheit, die eigenen Sachen einfach in einen Koffer zu packen und von heute auf morgen aufzubrechen. Kein unnötiger Besitz und kein Ballast.

Was viele Menschen vergessen ist, dass der Weg dorthin mühsam ist. Minimalismus kostet viel Zeit und noch mehr Geduld. Gerade am Anfang. 

Minimalismus braucht viel Zeit für Überlegungen und Entscheidungen. -Fotocredits: Samantha Gades/Unsplash
Minimalismus braucht viel Zeit für Überlegungen und Entscheidungen. -Fotocredits: Samantha Gades/Unsplash

Wenn alles schnell gehen muss, kann Minimalismus auch sehr teuer und vor allem auch nicht unbedingt ökologisch werden. Nämlich genau dann, wenn ohne Nachzudenken Geräte, Gegenstände oder Möbel einfach verkauft werden. Daher ist es ratsam, strukturiert vorzugehen. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, um den ersten Schritt Richtung Minimalismus zu wagen.

Es gibt:

  • 21 Day Journey into Minimalism – Dabei handelt es sich um einen Zeitplan. Jeden Tag steht ein anderes Thema im Fokus. Nach 21 Tagen wurden alle Lebensbereiche aufgeräumt.
  • Packing Partys – Bei einer Packing Party werden alle Besitztümer in Kisten gepackt. In den nächsten Tagen (die Zeitspanne ist frei wählbar) werden nur die Gegenstände herausgenommen, die auch wirklich gebraucht werden. Der Rest wird gespendet oder verschenkt.
  • 30 Day Minimalism Game – Am ersten Tag wird ein Gegenstand hergegeben, am zweiten zwei Gegenstände, am dritten drei usw. 
Bei einer Packing Party können auch nur einzelne Bereiche im Fokus stehen. Zum Beispiel die Küche oder das Badezimmer. -Fotocredits: Erda Estremera
Bei einer Packing Party können auch nur einzelne Bereiche im Fokus stehen. Zum Beispiel die Küche oder das Badezimmer. -Fotocredits: Erda Estremera

Meine persönlichen Tipps fürs Ausmisten

Beim Ausmisten und Loslassen gibt es ein paar Tipps und Tricks, die euch den Einstieg erleichtern. 

  • Leicht anfangen: Fangt nicht gleich mit den Erinnerungs- und Fotokiste an. Dinge loszulassen, denen wir einen sentimentalen Wert beimessen, fällt uns schwer. Fangt vielleicht in der Küche oder im Kleiderschrank an. Macht es euch einfach!
  • Doppelte Gegenstände: Gegenstände, die doppelt zu finden sind. Braucht ihr wirklich zwei Brotmesser, zwei Schuhlöffel, drei Flaschenöffner und 37 Kugelschreiber?
  • Dinge für eine besondere Gelegenheit: Das lange Abendkleid, die superchice Seidenkrawatte, die hohen Schuhe oder auch das gute Geschirr. Lohnt es sich wirklich, dass ihr auf die besondere Gelegenheit wartet, bei der ihr die Dinge benutzen könnt?
  • Sachen, die wir haben, weil man sie eben hat: Es gibt bestimmte Gegenstände, die wir nur haben, weil man sie eben hat.  Zum Beispiel einen Weinkühler, Coldpacks, einen Locher oder vielleicht sogar noch ein Festnetz-Telefon. Habt ihr diese Dinge, weil ihr sie wirklich braucht, oder weil euch irgendjemand mal gesagt hat, dass man diese Gegenstände in jedem Haushalt braucht?
"Love people, use things. The opposite never works." - "Liebe Menschen und verwende Dinge. Das Gegenteil funktioniert nicht." ist eines der bekanntesten Zitate von "The Minimalists". -Fotocredits: Emile Perron/Unsplash
„Love people, use things. The opposite never works.“ (dt.: Liebe Menschen und verwende Dinge. Das Gegenteil funktioniert nicht.) ist eines der bekanntesten Zitate von „The Minimalists“. -Fotocredits: Emile Perron/Unsplash

Fazit:

Ich selber beschäftige mich seit 2017 ganz intensiv mit dem Thema Minimalismus, bin aber noch lange nicht dort, wo ich gerne sein würde. Es ist ein ständiger Prozess, der aber durchaus spannend ist und bei dem ihr viel über euch selber lernen könnt. 

Mir hat es damals geholfen, mich zuerst viel mit dem Thema Minimalismus zu beschäftigen, Bücher zu lesen, Podcasts zu hören oder auch Filme und Serien zu dem Thema zu schauen.  

Vergesst nicht: Minimalismus ist etwas sehr subjektives. Jede und jeder von uns braucht andere Gegenstände, um glücklich zu sein. Finde heraus, was dein Leben bereichert und, wovon du gerne Abstand nehmen möchtest.

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