Fische züchten und Gemüse anbauen im eigenen Garten. Mit Aquaponic gelingt das in einer attraktiven und produktiven Weise.

Was haben ein Fisch und eine Pflanze gemeinsam? Eigentlich nicht viel – außer Wasser. Mit Aquaponic kann ein geschlossener biologischer Kreislauf hergestellt werden, der die Kultivierung von Nutzflanzen und die Aufzucht von Fischen verbindet. Die Fische reichern das Wasser mit Nährstoffen an, das als Dünger für die Pflanzen dient. Die Pflanzen reinigen das Wasser, das wieder in den Fischteich zurückgeführt werden kann.

Die Pflanzen werden in einer Hydrokultur gehalten, also in erdlosen Kulturen. In der Hydrokultur lebende Bakterien wandeln Ammonium und Ammoniak in Nitrat um. Sie säubern also das belastete Fischwasser und machen es zur Nahrung für die Pflanzen. Das Wasser fließt vom Pflanzenbeet wieder zurück in den Fischtank, wo der Kreislauf von vorne beginnt.

Die Idee der Aquaponik gibt es seit Jahrzehnten, und sie wird weltweit verfolgt, zum Teil auch in kommerziell genutzten Anlagen. Die Vorteile liegen auf der Hand, denn für eine Kilogramm Freilandtomaten werden normalerweise bis zu 180 Liter Grundwasser verbraucht. Mit Aquaponik braucht man nur 35 Liter und ein Fünftel der Fläche. Auch die Ernährung der Fische ist nachhaltig und kostengünstig: mit proteinreichen Mücken- und Fliegenlarven. Außerdem wird die Überdüngung natürlicher Gewässer vermieden.

Aquaponic-Systeme erlauben aber auch im kleinen Stil im eigenen Garten die Aufzucht von Fischen und Gemüse. Mittlerweile gibt es individuelle Lösungen zu kaufen. Die eigene Anlage zu bauen ist für begabte Bastler auch möglich. Die Vorteile liegen auf der Hand: Die Pflanzen stehen auf Tischen und sind damit schneckenfrei, kein Unkraut fällt an und das Gießen entfällt.

Bild: Ryan Somma

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