Von heute, 28. November, an bis zum 9. Dezember ringen 194 Staaten in Durban in Südafrika um ein verbindliches, globales Klimaschutzabkommen. Die Chancen stehen wie immer schlecht. Entwicklungs- und Schwellenländer…

Von heute, 28. November, an bis zum 9. Dezember ringen 194 Staaten in Durban in Südafrika um ein verbindliches, globales Klimaschutzabkommen. Die Chancen stehen wie immer schlecht.

Entwicklungs- und Schwellenländer wollen zu den Industrienationen aufschließen, Industrienationen wollen ihren ohnehin immer knapper werdenden Vorsprung halten. Die Folge: Jeder fordert von den anderen ein Umdenken in Sachen CO2-Ausstoß und Klimaschutz, wünscht sich für sich selbst aber noch mehr Zeit, traditionell zu wirtschaften. Schlechte Aussichten für die 17. Weltklimakonferenz in Durban.

China hat USA überholt

Viel hat sich geändert. Die USA sind nicht mehr der weltgrößte CO2-Emittent. Mit ihren 14% Anteil am weltweiten Ausstoß liegen sie klar auf Platz 2 hinter China mit stolzen 21%.

Wenn es in Durban und auf den Folgekonferenzen keine Einigung gibt, an die sich alle halten, muss man mit 2050 mit einer Verdoppelung des CO2-Ausstoßes rechnen statt mit der angestrebten Senkung.

Stückwerk Kyoto

Viele Nationen mit geringen industriellen Kapazitäten wünschen sich von den Staaten, die das Kyoto-Protokoll von 1997 ratifiziert haben, eine Fortsetzung des Übereinkommens. Die Begeisterung dafür ist bei den 37 Unterzeichnern von damals aber sehr gering. Schließlich haben die „großen Player“, USA, China und Indien, am Kyoto-Abkommen gar nicht teilgenommen.

Der ehemalige Südafrikanische Erzbischof Desmond Tutu appellierte vor dem Treffen an die Mitgliedsländer der UNO, sich ernsthaft einzubringen. „Wir haben nur diese eine Erde“, sagte er.
Ob er Gehör gefunden hat, wissen wir am 9. Dezember.

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