Diese 12 Obst- und Gemüsesorten weisen weit mehr Pestizidrückstände auf als andere und sollten daher immer in Bio-Qualität gekauft werden.

Frisches Obst und Gemüse enthält neben Vitaminen, Mineral- und Ballaststoffen leider auch unerwünschte Substanzen wie Pestizide (siehe auch hier). Bio-Produkte zu kaufen, verringert dieses Problem signifikant, ist allerdings oft teuer, daher macht man gerne Abstriche und kauft nur manche Lebensmittel biologisch. Bei der Pestizidbelastung gibt es allerdings bei den verschiedenen Sorten gravierende Unterschiede – manche Sorten sind auch bei herkömmlichem Anbau kaum belastet, während andere umso stärkere Pestizidreste aufweisen. Hier eine Übersicht der Obst- und Gemüsesorten, die man nach Möglichkeit immer Bio kaufen sollte, das sogenannte „Dreckige Dutzend“ (im Englischen Sprachgebrauch die „Dirty Dozen“):

1. Paprika
Vor allem Paprika aus der Türkei überschreiten auffällig oft die gesundheitlich bedenklichen Pestizidkonzentrationen. Beim Paprika wird anscheinend auch häufig die gefährliche Chemikalie „Ethepon“ verwendet, um das Gemüse schneller einzufärben. Im menschlichen Körper wirkt dieser Stoff allerdings wie ein Nervengift.

2. Weintrauben
Auch hier fallen vor allem die Proben aus der Türkei auf: im Durchschnitt findet man darin 10 verschiedene Pestizidarten (zum Vergleich: bei Proben aus Deutschland sind es durchschnittlich „nur“ 5)

3. Birnen
Und schon wieder stechen Proben aus der Türkei ins Auge, auch hier sind es im Durchschnitt 10 Pestizidarten die gefunden wurden.

4. Grünkohl
Grünkohl ist ohnehin kein beliebtes Gemüse (obwohl er sehr gesund ist!) – bei der oft sehr starken Pestizidbelastung sollte er allerdings immer in Bio-Qualität gekauft werden.

5. Weinblätter
Sie bereichern die türkische, griechische und auch italienische Küche und sind auch sehr gesund. Bei den Proben aus herkömmlichem Anbau wurde allerdings vom Kauf abgeraten, auch hier lohnt es sich also Bio zu kaufen.

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6. Kirschen
Süß- und Sauerkirschen sollte man lieber aus Nachbars Garten naschen als aus konventionellem Anbau zu kaufen. 

7. Kopfsalat
Hier wird es besonders fies: Es werden meist viele verschiedene Pestizidarten parallel eingesetzt, um zu verhindern, dass die Grenzwerte bei einem Stoff überschritten werden. 

8. Erdbeeren
Die süßen Beeren sind kalorienarm und enthalten dafür umso mehr Vitamin C. Will man allerdings nicht auch (im Durchschnitt) 4-7 Pestizidarten mitessen, sollte man lieber zu Bio greifen (oder selbst anbauen – das geht sogar auf dem Fensterbrett!).

9. Gurken
Gurken aus konventionellem Anbau weisen oft erhöhte Mengen an Fungiziden, also Anti-Pilz-Mitteln auf. Also lieber Bio kaufen, oder einfach selbst anbauen.

10. Äpfel
Die Situation bei Äpfeln hat sich in den letzten Jahren stark gebessert, einzig die Proben aus Südamerika waren noch stark belastet. Trotzdem sind Bio-Sorten immer noch weniger belastet als solche aus herkömmlichem Anbau.

11. Spinat
Das Düngemittel Nitrat aus dem Boden wird im Körper mit Keimen in das krebserregende Nitrit umgewandelt. Der Nitratgehalt von Bio-Spinat ist weit niedriger. 

12. Erdäpfel (Kartoffel)
Um das Keimen von Erdäpfeln zu verhindern werden Keimhemmer eingesetzt. Der Wirkstoff Chlorpropham bleibt in der Schale, Maleinsäurehydrazid in der Knolle selbst – hier hilft auch kein Waschen oder Schälen.

Im Gegensatz dazu gibt es aber auch Sorten, die man getrost aus herkömmlicher Landwirtschaft (und somit günstiger) kaufen kann, mehr dazu beim nächsten Mal.

Quellen:

http://www.handelsblatt.com/unternehmen/handel-konsumgueter/essen-ohne-pestizide-diese-lebensmittel-sollten-sie-besser-bio-kaufen/7141996.html
http://www.ewg.org/foodnews/dirty_dozen_list.php
http://ooe.arbeiterkammer.at/beratung/konsumentenschutz/ernaehrung/Erdaepfel_mit_Rueckstaenden.html

Bilder/Fotograf: Ulrike Göbl

ulli goeblUlrike Göbl, MA

Die nebenberufliche Fitness- und Ernährungstrainerin beschäftigt sich schon seit ihrer Jugend mit gesunder Ernährung und alternativen Lebensweisen. 2010 begann die begeisterte Hobbyköchin ihren Foodblog „Fit & Glücklich“. Dort vereint sie ihre Liebe zu gutem Essen und Sport mit dem Versuch, die Balance im Leben zu finden. Seit 2012 vernetzt sie mit einer Kollegin auch noch die Österreichischen Foodblogger auf einer eigenen Plattform.

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