Landläufig werden Algen nicht als unbedingt positiv empfunden. Algen können aber in Bezug auf Nachhaltigkeit und autarke Energieversorgung eine wichtige Rolle spielen.

Algen haben nicht den besten Ruf: Man kennt sie am ehestens vom Urlaub am Meer, und sie schränken die Badefreuden mitunter empfindlich ein. Dass Algen aber auch in Bezug auf Nachhaltigkeit und autarke Energieversorgung eine wichtige Rolle spielen können, stellt das Algenhaus in Hamburg eindrucksvoll unter Beweis.

Es handelt sich dabei um das weltweit erste Bauwerk dieser Art, und es wurde mit insgesamt fünf Geschossen in kubischer Form errichtet. Als Architekt zeichnet das Architekturbüro Splitterwerk verantwortlich, der Bau wurde von der Otto Wulff Bauunternehmung realisiert.

Biomasse als Hausfassade

Jetzt aber zum Konzept: Die Fassade des Hauses besteht aus Bioreaktoren, in denen Algen gezüchtet werden. Diese haben die Aufgabe, durch Fotosynthese Biomasse und auch Wärme für Heizung und Warmwasser zu erzeugen. Die Reaktorfassade erzeugt gleichzeitig die elektrische Energie für das Haus und trägt zu Beschattung und Lichtsteuerung im Inneren bei. Da die Algen lebende Organismen sind und wachsen, ist die Biomasse permanent in Bewegung. Das hat den netten Nebeneffekt, dass die Fassade die Farbe ändert.

Auf den fünf Stockwerken befinden sich insgesamt 15 Wohnungen. In Hamburg wird damit eindeutig ein neuer Trend gesetzt, und es bleibt zu hoffen, dass viele diesem Beispiel folgen werden!

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