Winter im Garten: Die Natur scheint zu schlafen. Atempause. Aber das ist nicht ganz richtig. Auch im Winter gibt es das eine oder andere im Garten zu tun. Besonders wenn ein „falscher Frühling“ die Pflanzen vorzeitig aus der Reserve lockt, werden Pflanzenfreunde nervös.

Als umsichtiger Gärtner und kluge Gärtnerin haben Sie nach dem Konservieren der Ernte die Hände nicht in den Schoß gelegt. Sie haben Ihre Grünoase schon längst, schon vor dem 21. Oktober, für Kälte und Frost bereit gemacht.

Ein klein wenig Zuwendung braucht der Garten aber auch im Winter selbst. Das beginnt, sobald es richtig schneit – wenn die immergrünen Pflanzen unter dem Schnee begraben sind. Der aufmerksame Gärtner befreit die Gewächse dann sorgfältig von der Last.

Topfpflanzen

Aber da sind auch noch die Topfpflanzen auf der Terrasse. Ihnen fehlt sommers wie winters die Verbindung zur Erde. Das heißt: sommers wie winters sollte man sie wässern. Sie trocknen sonst aus; auch unter dem Schnee.

Frostempfindliche Gewächse, die man im Herbst ausgegraben und an geschützten Stellen eingewintert hat, sind in ihrem vorübergehenden Quartier ebenfalls auf Zuwendung angewiesen.

Zimmerpflanzen

Die Verlängerung des Gartens nach innen, die Zimmerpflanzen, werden auch gern einmal übersehen, wenn die kalte Jahreszeit hereinbricht. Dabei ändert sich für sie nicht viel: die geringere Sonneneinstrahlung lässt auch ihren Lebenszyklus in eine ruhigere Phase treten, ansonsten aber benötigen sie ebenso viel Wasser und eventuell Dünger wie im Herbst. Vielleicht sogar mehr, denn die trockene Heizungsluft macht vielen Pflanzen gehörig zu schaffen.

Falscher Frühling

Ab und zu ist es nicht die Kälte, die um die Pflanzen bangen lässt, sondern eine plötzliche Wärmephase im Jänner oder Februar. Ein „falscher Frühling“ mit 10 Grad Plus, bei dem die Pflanzen Morgenluft wittern und erste Triebe ausbilden.
Viele Hobbygärtner werden da sehr nervös. Was, wenn ein neuer Kälteeinbruch die jungen Knospen erfrieren lässt?

Gartenprofis beruhigen: Pflanzen lassen sich nicht so leicht austricksen. Wärmephasen im Winter kommen immer wieder vor und bedeuten nicht gleich das Ende der Gartengewächse. Denn die warmen Tage machen zwar die Luft wärmer, nicht jedoch den Boden. Solange die Wurzeln noch in kalter, harter Erde stecken, bleiben Baum und Strauch vorsichtig.

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