Burnout, Stress, psychosomatische Krankheiten plagen die Menschen in den industriellen Gesellschaften. Nun kommt noch die Erkenntnis hinzu, dass unser Lebensstil die Basis unserer Existenz zerstört. Können die Menschen überhaupt diese…

Burnout, Stress, psychosomatische Krankheiten plagen die Menschen in den industriellen Gesellschaften. Nun kommt noch die Erkenntnis hinzu, dass unser Lebensstil die Basis unserer Existenz zerstört. Können die Menschen überhaupt diese Krisen bewältigen?

 

Das Problem: homo sapiens sapiens

Der Mensch des 21. Jahrhunderts hat zu 98 Prozent die gleichen Gene wie der Gorilla und wird in der Anzahl der Gene, die maßgebend für die Anpassungsfähigkeit an die „Mitwelt“ sind, vom gemeinen Wasserfloh weit übertroffen. Dieser besitzt 30 Prozent mehr Gene. Immerhin hat der „homo sapiens“ in den letzten 5 Millionen Jahren, seit er aufrecht geht, in einer relativ guten Symbiose auf diesem Planeten gelebt, einige Naturvölker können dies noch heute. Sein Verhalten konnte nachhaltig genannt werden, über etwa 200.000 Generationen.

Die Entwicklung bis zum Bau der ersten Städte und dem Beginn des Ackerbaus verlief über 199.000 Generationen. Hier kamen dann erste Probleme auf, so mancher Stadtstaat verließ den Pfad des nachhaltigen Umganges mit der „Mitwelt“ und ging unter. Die letzten 20 Generationen, vorwiegend in den Gebieten der nördlichen Halbkugel, begannen endlich eine neue Art der „Zivilisation“ zu entwickeln, mit der sie langsam, aber „nachhaltig“ den gesamten Erdball überzogen. Die letzten 6 Generationen nun schufen Technologien, mit der industriellen Revolution, die heute unser Leben bestimmen. Der „ausgelagerte Mensch“, der Computer beherrscht nun das Leben der gegenwärtigen Generation. Wie eine neue „Instanz“ unseres Gehirns regelt er wesentliche Abläufe unseres Lebens, von der Bedienung unserer Fahrzeuge bis zum globalen Geldfluss. Möglicherweise wird die kommende Generation diese Technologie gar „empathiefähig“ machen, in der Hoffnung, das „Welträtsel“ mit seiner Hilfe lösen zu können.

Betrachten wir die Entwicklungsdauer unserer Vergangenheit, ja der gesamten Phase der Entwicklung des Lebens auf diesem Planeten, müssen wir erkennen, dass wir es unter dem Armani-Anzug in erster Linie noch immer mit dem „caveman“ zu tun haben. Jeder Verkehrsteilnehmer auf bundesdeutschen Straßen erkennt dies täglich aufs Neue.

 

Aus einer Handvoll Optionen werden Myriaden möglicher Schritte

Gegenüber dem Leben im 21. Jahrhundert war das der Menschen vor 500 Jahren – oder 20 Generationen – durchaus überschaubar, die Optionen für die Zukunft relativ klar umrissen. Heute ist das Chaos, das jeden Menschen, inzwischen auch in allen Ecken der sogenannten Dritten Welt überfällt so unübersichtlich, dass das besagte Elektronengehirn die Aufgabe einer Ordnung übernehmen muss. Inwieweit dessen Entscheidungen nun vernünftig im Sinne einer nachhaltigen Entwicklung sind, ist fraglich, als Instrument zur Ordnung der Probleme mag er genügen.

Grundsätzlich wird der lebende Organismus getrieben, von dem archaischen Antrieb, sich fortzupflanzen. Seit es dazu zweier Organismen bedarf – caveman und cavewoman – ist die Sexualität ein wesentlicher Faktor des menschlichen Lebens, und das durchaus auf der archaischen Ebene. Dieses zu leugnen oder zu verdrängen ist eine der ersten Lebenslügen unserer Zeit. Dies dokumentiert auch die horrende Zahl der Ehescheidungen. Intelligenz ist unter anderem die Fähigkeit, innerhalb der Gruppe mit diesem Trieb umzugehen, ohne die Gruppendynamik zu stören, halt nicht isoliert in der Kleinfamilie.

Dass allerdings das Denken, bisher besonders der männlichen Vertreter, eher damit beschäftigt ist, möglichst jeden Nebenbuhler auf seinen – unter geordneten – Platz zu verweisen, besonders in der Jugend, wenn das Testosteron das Denkorgan „flutet“, ist weiterhin nicht zu leugnen. Dieser gewaltige Schub an Aggression wird auch heute noch von den „Leittieren“ der Herde in kriegerische Bahnen gelenkt oder auf dem „freien Markt“ ausgetragen, der sich aktuell „das Parkett“ nämlich auf dem Finanzmarkt nennt. Das Geld hat die Keule ersetzt.

Der Fortschritt hat sich also letztlich auf die Entwicklung der Waffen beschränkt, die Intelligenz damit befasst, diese immer weiter zu optimieren.

Dass diese Entwicklung in einer sich immer weiter spezialisierenden Gesellschaft, die letztlich  jedes Individuum erst einmal allein lässt und von diesem erwartet, dass es singulär einen Weg findet, in dem System zu überleben den „gemeinen Bürger“ überfordert, hat Sigmund Freud bereits vor gut 100 Jahren beschrieben. Gelingt es nicht, den „Druck im Kessel“, den archaischen Trieb auf für die Mitwelt „ungefährliche“ Weise abzulassen, ist der Mensch nicht in der Lage, klar zu denken und vernünftig zu handeln. Die Unfähigkeit, dies zu leisten, spiegelt sich in den lawinenartig steigenden Zahlen seelischer Erkrankungen, die sich dann auch schnell zu physischen Leiden entwickeln.

 

Der Kranke soll die Welt heilen

Das „Über-Ich“, die kontrollierende Instanz – der Deckel auf dem Topf – die den Einzelnen, sein Ich zur Vernunft bringen soll, so dass er sich nachhaltig in der Mitwelt bewegen und dort leben kann, besteht in der heutigen Welt aus einem unüberschaubaren Chaos von Regeln, Eindrücken, Erfahrungen, Anforderungen und Erlebnissen. Jedem Menschen so ein Bewusstsein der „Weltvernunft“, der Einsicht in die Notwendigkeit zu ermöglichen, scheint schon deshalb unmöglich, solange er mit diesem Problem allein gelassen wird. Ihm zu helfen, indem man ihm die benötigte Anerkennung und Geborgenheit in einer Gruppe bietet, ist ein gefährlicher Weg, wie alle diesbezüglichen Beispiele der Geschichte zeigen. Dieses geschieht nämlich dann, wenn diese Gruppe wiederum von einem oder einer kleinen Schar von „Anführern“ geleitet, ja beherrscht wird. In diesen Gruppen ging es nicht darum, ihr – und allen anderen Gruppen – einen gleichwertigen Platz in der Mitwelt und allen gemeinsam eine nachhaltig gesicherte Zukunft zu ermöglichen, sondern darum, die archaischen Bedürfnisse der Führungsschicht zu befriedigen.

Auf diesem Wege eine Wandlung, eine Abkehr von dem Irrweg der westlichen Industriegesellschaften zu erhoffen, ist utopisch. So utopisch, wie von einem freien Markt, der von monopolistischen Energiekonzernen beherrscht wird, eine Auflösung seiner selbst zu erwarten. Auch hier haben die Menschen die „Führung“ einfach den Stärksten überlassen.

 

2 Kommentare

  1. Old Soldiers Never Die There is an old cookhouse, far far awayWhere we get pork and beans, three times a day.Beefsteak we never see, damn-all sugar for our teaAnd we are gdlauraly fading away. cho: Old soldiers never die,Never die, never die,Old soldiers never dieThey just fade away.“老兵永远不死,只会慢慢凋零”Privates they love their beer, ‚most every day.Corporals, they love their stripes, that’s what they say.Sergeants they love to drill. Guess them bastards always willSo we drill and drill until we fade away.

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