Ab wann, wie lange und wie endgültig soll es keinen Atomstrom mehr in Deutschland geben? Die Diskussion darüber ist nicht entschieden. Der deutsche Umweltminister Altmaier (von der konservativen CDU) lässt aber mit einer radikalen Meinung aufhorchen: Atomenergie habe in Deutschland nie wieder eine politische Chance, sagt er.

Der deutsche Umweltminister Peter Altmaier sieht „unter keiner denkbaren politischen Kombination die Chance auf eine Renaissance der Kernkraft“. Auch das heikle Thema des Atommülls sprach er an. Die Suche nach einem Endlager für den Strahlenabfall ist immerhin seit Jahrzehnten offen.
Altmaier geht davon aus, dass ein Endlager in Deutschland gefunden werden muss und gefunden werden kann. Bis 2030 soll es so weit sein.

Seit dem Inkrafttreten der Atomgesetznovelle vom 31.7.2011 sind in Deutschland noch neun Kernkraftwerke in Betrieb. Sie liefern eine Bruttoleistung von 12.700 MW. Acht befinden sich im „Nichtleistungsbetrieb“, sprich, sie sind inaktiv, aber noch einsatzbereit. Neunzehn Kernkraftwerke wurden stillgelegt, hauptsächlich sehr alte Anlagen, Prototypen und Versuchsreaktoren, aber auch die fünf Blöcke des Atomkraftwerks Greifswald.
2011 machte die Kernkraft 17,6% der deutschen Stromerzeugung aus, erneuerbare Energien 19,9%; Kohle und Öl mehr als 40%.

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