Der frische deutsche Umweltminister Altmeier wird nun erst einmal die restlichen regenerativen Energieprojekte deckeln, nachdem die Solarenergie schon ausgebremst wurde. Die Netzbetreiber und die Energiekonzerne sollen Zeit gewinnen, sich auf…

Der frische deutsche Umweltminister Altmeier wird nun erst einmal die restlichen regenerativen Energieprojekte deckeln, nachdem die Solarenergie schon ausgebremst wurde. Die Netzbetreiber und die Energiekonzerne sollen Zeit gewinnen, sich auf grünen Strom umzustellen. Der Weg in eine wirklich nachhaltige Energieerzeugung wird damit endgültig verbaut. Zahlen müssen dafür die Bürger, nicht die Konzerne.

 

Überflüssige Kosten werden auf die Bürger umgelegt

 

Der Ausbau der Starkstromnetze ist in Deutschland völlig überflüssig, solange es Ziel bleibt, nachhaltig, also regional die erforderliche Energie zu erzeugen. Alle kleinen und mittleren KWK-Anlagen (Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen) können ihren Strom in die bestehenden und flächendeckend vorhandenen Mittel- und Niederspannungsnetze abgeben. Diese allein zukunftsträchtigen und sinnvollen Konzepte werden mit dem Programm der deutschen Regierung allerdings behindert. Getreu den Einflüsterungen der Lobbyisten der Monopolisten wird darauf abgestellt, den Strommarkt zu erhalten, wie er nun einmal noch aufgeteilt ist. Allein die Erzeugung des Stroms soll nach und nach, möglichst verträglich für die hohen Renditen, von fossiler und atomarer Energie auf grüne Energie umgestellt werden. Der immense Anteil zu importierenden Erdöls und Erdgases, welche ja für die Wärmeerzeugung und als Treibstoff benötigt werden, wird mit diesem Konzept ebenfalls erhalten bleiben. Peak-Oil ist noch kein Begriff für die Regierung, denn mit den hohen Steuern auf diese Treibstoffe rechnet der Finanzminister langfristig. Steuern für selbst erzeugte Energie sind noch nicht gefunden.

Dass die Bürger sich noch nicht massiv gegen diesen Missbrauch empören, ist erstaunlich. Offenbar sind die Deutschen aber erstaunlich leidensfähig.

 

Die wahre Energiewende würde den Bürgern Geld bringen, statt mehr zu kosten

 

Ein normaler Haushalt benötigt insgesamt fast 90 Prozent der Energie als Wärme und 10 Prozent als elektrischen Strom. Die gesamte Republik braucht 51 Prozent Wärme, 21 Prozent Strom und 28 Prozent Energie für den gesamten Verkehr. Bisher wird ausschließlich über eine neue – nicht einmal nachhaltige – Stromversorgung nachgedacht. Möchte also ein Eigenheimbesitzer Energie und damit langfristig Geld sparen, sollte er zuerst über eine nachhaltige Wärmeversorgung nachdenken. Natürlich ist dabei zuerst die Vermeidung von unnötigem Energieverbrauch eine Maßnahme. Wärmedämmung ist sinnvoll, muss aber je nach Art und Alter des Gebäudes sehr sensibel gehandhabt werden. Gebäude sind wie Kleidung zu behandeln, müssen atmen können, einen vollständigen Ausgleich des Dampfdrucks ermöglichen, sollen sie und die Bewohner nicht langfristig Schaden nehmen. Hier ist eine Verringerung des Bedarfs um maximal 30 Prozent anzunehmen. Behauptungen, dass allein mit Wärmedämmung mehr zu erreichen ist, haben sich stets als Betrug entpuppt. Nicht fachgerecht geplante und ausgeführte Dämmmaßnahmen haben bereits Gebäude zerstört und Bewohner gesundheitlich beeinträchtigt. Stichwort ist hier: Schimmelbildung. Bei so manchen hochgedämmten Häusern wurden schon Bewohner beobachtet, die morgens ihre Fenster außen vom Eis befreien, um hinausschauen zu können.

Eine weitere Einsparmöglichkeit ist sodann ein neuer Heizkessel, mit welchem weitere 20 Prozent gespart werden können, so dass sich insgesamt der Bedarf halbieren lässt. Wird statt einer modernen Brennwerttherme eine KWK-Anlage, zum Beispiel als Mikro-BHKW eingebaut, wird parallel zur Wärmeerzeugung der benötigte Strom mit erzeugt. In diesem Fall ist der Bürger völlig befreit von allen Strompreisexzessen. Natürlich sind all diese Investitionen, die zusammen schnell die 50000 Euro-Marke erreichen langfristig zu betrachten und die zu erzielenden Einsparungen gegenzurechnen.

 

Wirklich nachhaltig ist erst eine lokale oder regionale Energieversorgung

 

Nach wie vor ist keine bessere und sinnvollere Lösung, als eine lokale Erzeugung von Nahwärme und Strom gefunden. Je nach lokalen Ressourcen wird hierbei die im gesamten Ort benötigte Wärme in einem lokalen KWK-Kraftwerk erzeugt und über ein Wärmenetz verteilt. Gleichzeitig wird in der Regel weit mehr als der im Ort benötigte elektrische Strom erzeugt. Dieser wird in dem lokalen Niederspannungsnetz aufgenommen, ohne auch nur einen Meter Hochspannungsleitung zu benötigen. Bei modernen BHKW-Anlagen lässt sich auch die Strommenge an den Bedarf anpassen, so dass keine Überkapazitäten im Netz aufgenommen werden müssten.

Gegenüber allen anderen Lösungen ist dieses Konzept das für den Bürger kostengünstigste. Einschließlich der Hausübergabestation für die Nahwärme sowie einer Einlage in die Betreibergenossenschaft des örtlichen Kraftwerks sollten die Kosten je Haushalt nicht 5000 Euro übersteigen. Die bisherigen Erfahrungen in allen Bioenergiedörfern oder 100 Prozent-Kommunen haben ergeben, dass vom ersten Tag des Betriebes der Anlage die Bürger bis zu 50 Prozent der Wärmekosten sparen. Je nach Menge des erzeugten Stroms und der Art der Anlage können langfristig sodann die kompletten Stromkosten für jeden Haushalt entfallen. Eine bürgerfreundlichere und nachhaltigere Lösung ist bisher nicht gefunden worden. Die Konzepte der Regierung hingegen wollen die Haushalte langfristig mit immer höheren Kosten belasten, egal, ob sie nun Wärme und Strom sparen.

Allerdings entfallen bei den regionalen und lokalen Konzepten sowohl die bisherigen Energiekonzerne völlig. Sie werden einfach nicht mehr gebraucht. Schwierig wird es auch für den Staat, bei der Vielzahl der möglichen Energiekonzepte den Energieverbrauch zu besteuern.

 

Informationen über die kommunalen und regionalen Projekte sind ausführlich zu erhalten bei:

 

http://www.100-ee.de/

 

http://www.kommunal-erneuerbar.de/

 

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