Eine Korrektur der Entwicklungen der Erzeugung erneuerbarer Energien ist dringend erforderlich. Aber der Plan der deutschen Bundesregierung, mit der groben Keule tätig zu werden, ist grober Unfug. Natürlich ist die…

Eine Korrektur der Entwicklungen der Erzeugung erneuerbarer Energien ist dringend erforderlich. Aber der Plan der deutschen Bundesregierung, mit der groben Keule tätig zu werden, ist grober Unfug. Natürlich ist die gesamte Entwicklung, ob bei der Windkraft, Solarenergie oder Biogas in eine falsche Richtung gelaufen, weil es einzig auf Profitdenken und nicht wirklich intelligent ausgerichtet wurde. Das ist nun einmal ein Grundsatzproblem dieses Wirtschaftssystems, das nur mit dem Geldbeutel denkt, nie mit dem Kopf und schon gar nicht mit dem Herzen. Die gewählten Volksvertreter sind daher auch in diesem Bereich nicht klüger, als ihre Vorsager, die Energiekonzerne.

Neue – nachhaltige – Energie heißt auch neues Wirtschaftssystem

In einem System, in dem es darum geht, dass diejenigen, die die Mittel dazu besitzen handeln und allein profitieren, kann man nicht damit rechnen, dass diese sich um andere, weder die Mitbürger, noch um die Mitwelt kümmern. Es zählt der Profit. Für die „Energiewende“ heißt dies, dass jeder Investor sich ein Projekt sucht, bei dem er möglichst viel „herausschlagen“ kann, unter Nutzung aller Möglichkeiten. Für die Mitwelt, den Klimaschutz oder die Mitwelt springt dabei nur bedingt etwas heraus. Die deutsche Energiewende hat jedenfalls bisher keinen Fortschritt beim Klimaschutz gebracht und schon gar keine nachhaltige Entwicklung.

Wenn nun diese Bundesregierung noch ihre finanziellen Anreize einschränkt und sogar noch die zu produzierenden Energiemengen deckeltt, kann es nur das Ende der Wende nach sich ziehen. In diesem System ist eine nachhaltige Entwicklung nicht vorgesehen.

Der „Markt“ regelt nichts intelligent, sondern nur egoistisch

Gut 8.000 Biogasanlagen in der Bundesrepublik erzeugen Strom – und manchmal auch Wärme – und sind in der Mehrzahl unsinnige Projekte allein profitorientierter Landwirte, die nunmehr sogar oft vor dem Ruin stehen. Der globale Maispreis diktiert die Gewinnspanne und diese kehrt sich nun sogar ins Negative um. Damit zeigt sich überdeutlich, wie unsinnig dieses Konzept ist. Zusätzlich schädigen die „Energiewirte“ die Umwelt, ihre Felder und das Grundwasser.

Wenn die Menschen gemeinschaftlich denken und ein Energiekonzept für ihre Region entwickeln, kommen sie zu völlig anderen Ergebnissen, als Landwirte oder externe Investoren. Die Erkenntnis ist jedes Mal – wenn dies eben gemeinschaftlich geschieht – dass erstaunlich „wirtschaftliche“ Ergebnisse erzielt werden, allerdings nicht für einzelne, sondern für alle Mitglieder der entsprechenden Genossenschaften. Jedes Konzept, dass regionale Ressourcen nutzt und Energie für alle Beteiligten in Form von Wärme, Strom und Treibstoffen liefert, ist automatisch wirtschaftlich. Es fließt kein zusätzliches Geld – eben externe Gewinne – mehr aus der Region, sondern verbleibt nachhaltig für die Bürger vor Ort.

Regionale Gemeinschaftskonzepte sind nachhaltig

Wenn Menschen ihre am Ort vorhandenen Ressourcen nutzen, denken sie – sofern sie eben gemeinschaftlich handeln – automatisch auch an den Erhalt ihrer Mitwelt, eben der Welt in der sie leben müssen. Sie werden nicht unbedingt ihre Landschaft nur mit Windrädern bestücken, wenn sie auch Wärme und Treibstoff benötigen. Sie werden auf ihren landwirtschaftlichen Flächen nicht allein Mais anbauen, sondern zuerst einmal auf eine nachhaltige Landwirtschaft achten, die ihnen die benötigten Lebensmittel – in gesunder Form – liefert. Sodann entstehen – wie erstaunliche Beispiele weltweit zeigen – intelligente Konzepte, wie zuerst alle biogenen Reststoffe genutzt werden und nur, wenn diese nicht ausreichen, weitere „Biomasse“ angebaut wird. Mais ist hier in keinem Fall eine intelligente Option, sondern eine Vielzahl mindestens ebenso „biomassehaltiger“ Pflanzen, die oft sogar in einem „Zwei-Ernten-Konzept“ auf den gleichen Flächen, wie Nahrungsmittel wachsen können.

„Kommunale Intelligenz“, oder sogenannte „Schwarmintelligenz“ findet immer bessere Lösungen, als ein egoistisch denkendes Wirtschaftssystem. Wir Menschen haben nun einmal viele Millionen Jahre in einem harmonischen Verhältnis mit unserer Mitwelt „leben gelernt“. Diese Erfahrung wurde erst in den letzten 150 Jahren verdrängt – aber nicht vergessen.

Politiker und ihre Bürger leben in verschiedenen Welten

Das egoistische Wirtschaftssystem handelt in einer Parallelwelt, welche die reale Welt nur als Rohstoffquelle, als Energiezufuhr für ihre „Geldvermehrung“ benutzt. Politiker in aller Welt sind inzwischen nur noch damit beschäftigt, diesen „Aderlass“ zu ermöglichen und die unbeteiligten Menschen, die allenfalls als „Humankapital“ eine rechnerische Größe in der Buchführung sind möglichst ruhig zu stellen. Ihr Handeln wird den Bürgern als alternativlos verkauft und die immer größer werdende Komplexität des Systems so undurchschaubar dargestellt, dass die Bürger abschalten und kapitulieren. Die Lösung aller Probleme ist dabei so einfach, dass mit ein wenig Nachdenken dieses „potemkinsche System“ entlarvt wird. Die Menschen entdecken, dass sie „für dumm verkauft“ werden.

Das „Aufwachen“ der Menschen kann zu blutigen Revolten führen, aber auch zu einer stillschweigenden Entmachtung der konzerngelenkten „Machthaber“. Die wachsende Zahl der „stillschweigend“ entstehenden Gemeinschaftsprojekte lässt die Hoffnung zu, dass den Energiekonzernen, wie auch den Agrarmonopolisten langsam der Boden, also der Markt entzogen wird.

http://www.3sat.de/nano/index.html

http://www.kommunal-erneuerbar.de/de/energie-kommunen/2014/januar.html

http://www.ndr.de/regional/energiegipfel115.html

http://www.klimaretter.info/energie/nachricht/16092-mehr-emissionen-aus-kohlekraft

http://www.fnp.de/nachrichten/tagesthema/Hintergrund-Billiger-aber-wie-nbsp-Die-umkaempfte-EEG-Reform;art151,797141

https://www.energieleben.at/energiewende-ade-die-burger-sind-kluger-als-politiker-und-ingenieure/

https://www.energieleben.at/bioenergie-der-alleskonner-ein-weiteres-thema-der-tagung-in-gottingen/

https://www.energieleben.at/energieeffizienz-beginnt-bei-der-energieerzeugung/

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