Der Trend zum individualisierten Bike ist deutlich sichtbar.

Das Elektrobike ist eines der umweltfreundlichsten Fortbewegungsmittel. 2008 gründeten Florian und Wendelin Fortner Elektrobiker, ein Fachgeschäft für E-Bikes. Mittlerweile verfügt das Geschäft in der Westbahnstraße 26 über das größte Angebot für E-Bikes in Österreich. Als Fahrradenthusiasten ist es ihr Ziel die Akzeptanz und Popularität für E-Bikes in Österreich zu vergrößern. Das Geschäft dient als Kompetenzzentrum zum Thema E-Bike auch als Manufaktur und Fachwerkstatt. So entwickelten sie im Zuge einer Departure Förderung das EBU100 (ElektroBikeUrban100%), welches Design, Nachhaltigkeit und neueste Technik auf eine einzigartige Weise vereint.

Welche Vorteile bietet ein E-Bike zu einem „normalen“ Fahrrad? Für welche Strecken eignet es sich besonders und worauf sollte man beim Kauf eines E-Bikes achten?

Mit einem E-Bike kann man die eigene Reichweite vergrössern und neue Anwendungsgebiete finden. Zum Beispiel ist es mit einem E-Bike jedem möglich schöne Bergtouren zu fahren oder den Neusiedlersee mühelos zu umrunden. Im Stadtgebiet ersetzt das E-Bike oft ein Auto oder Moped, da man nicht im Stau steht, keinen Parkplatz suchen muss und im Gegensatz zum normalen Fahrrad nicht ins Schwitzen kommt. Beim Kauf ist unbedingt darauf zu achten dass man gut und korrekt beraten wird. Das Angebot ist heute kaum überschaubar und die Qualitätsunterschiede sind enorm. Das Wichtigste ist eine ausgiebige Probefahrt. Wir verkaufen kein Rad, das der Kunde nicht vorher ausprobiert hat!

Wie ist die Verbreitung von E-Bikes in Österreich? Gibt es hier große Unterschiede zwischen Land und Stadt?

E-Bikes machen aktuell ca. 10% der verkauften Fahrräder aus. Die Unterschiede zwischen Stadt und Land sind nicht in der Verbreitung, sondern in der Art der Nutzung. In der Stadt sind E-Bikes mehr Transportmittel und Alternative zu Autos, Mopeds oder öffentlichen Verkehrsmitteln, am Land eher Freizeiträder für Touren und Radreisen.

Wie sieht es mit der Infrastruktur für E-Bikes z.B. Ladestationen in Österreich gesamt bzw. am Land und in der Stadt aus?

Die Infrastruktur für E-Bikes wird im Allgemeinen überschätzt. Uns ist niemand bekannt der die Ladestationen wirklich nutzt. Im Normalfall lädt man den Akku zu Hause auf, fährt dann die Tour und lädt dann wieder nach. Bei längeren Strecken wird dann während einer Mittagspause im Gasthaus nachgeladen. Ein gutes Radwegnetz ist hier wichtiger und kommt auch den herkömmlichen Radlern zugute.

Gibt es einen Trend zum individuell zusammengestellten Bike? Kann man „normale“ Fahrräder umrüsten?

Da die meisten Räder „von der Stange“ nicht gerade Designwunder sind, ist der Trend zum individualisierten Bike deutlich sichtbar. Es gibt auch einen Trend vom Statussymbol Auto zum Statussymbol Custom-E-Bike. Umrüsten ist problemlos möglich, rechnet sich aber nur bei einem guten Fahrrad in gutem Zustand, da die Nachrüstsätze kaum günstiger sind als ein neues, hochwertiges E-Bike.

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