Die Österreicher legen immer mehr Wege mit dem Fahrrad zurück. Diesen Trend zeigt der im Mai 2013 erschienene Mikrozensus Umwelt 2011, der auch das Thema Mobilität miteinschloss.

Mehr Radfahrer, öfter mit dem Rad

Beim Individualverkehr dominieren in Österreich zwar weiterhin die motorisierten Fahrzeuge Auto, Motorrad und Moped. Der Anteil der Wege, die mit dem Fahrrad zurückgelegt werden, nimmt allerdings deutlich zu. 66,9 Prozent (2007: 57,9 Prozent) der täglichen Wege wurden zumindest gelegentlich bewältigt. 10,8 Prozent der Befragten gaben im Erhebungsjahr 2009 an, täglich mit dem Rad unterwegs zu sein, 21,4 Prozent mehrmals pro Woche. 33 Prozent der österreichischen Bevölkerung steigt nie auf das Fahrrad auf. Diese Gruppe der Fahrradmuffel ist signifikant kleiner geworden, 2007 gaben noch 41,7 Prozent an, nie mit dem Rad zu fahren.

Car Sharing ebenfalls im Aufwärtstrend

Die Erhebung der Statistik Austria zeigt auch einen positiven Trend für Car Sharing. 16,5 Prozent der österreichischen Bevölkerung greifen auf diese Form der gemeinschaftlichen Nutzung zumindest gelegentlich zurück, 2007 waren es lediglich 11,3 Prozent. Auch der Anteil an einspurigen Kraftfahrzeugen (Motorräder, Mopeds) liegt mit 11,8 Prozent über dem Wert von 2007 (8,8 Prozent).

Benutzung öffentlicher Verkehrsmittel stark abhängig von Infrastruktur

Die Benutzung öffentlicher Verkehrsmittel ist stark abhängig von der vorhandenen Infrastruktur. Die Daten des Mikrozensus 2011 zeigen, dass in dicht besiedelten und damit besser versorgten Gebieten 33,3 Prozent der Befragten täglich öffentliche Verkehrsmittel benutzen. In niedrig besiedelten Gebieten nur 4,8 Prozent. Vorreiter ist dabei Wien. In der Bundeshauptstadt fahren 42,4 Prozent der Bewohnerinnen und Bewohner täglich öffentlich, das Auto kommt dafür nur unterdurchschnittlich oft zum Einsatz. Das Fahrrad wurde 2011 von 10,8 Prozent der Wienerinnen und Wiener verwendet. Die meisten täglichen Wege werden in Wien ganz ohne Hilfsmittel erledigt, fast 70 Prozent gaben an, täglich mindestens 250 Meter Fußstrecke zu absolvieren.

Bericht und PDF Download: Umweltbedingungen, Umweltverhalten 2011, Ergebnisse des Mikrozensus

2 Kommentare

  1. Die geringe Reichweite von derzeit erhältlichen E-Bikes und obendrein die schnell verbrauchten Lithium-Cobaltbatterien, verderben den Fahrspass, weil eine Aufrüstung auf was besseres dann teuer kommt..
    Die Angaben zu meinem Glockner-Bike mit 600 Watt waren mit 60Kilometer Reichweite versprochen und einem 16 Ah-Akku schienen ausreicheen, und für mich kaufentscheidend, mit 2.500€ auch ein beachtlicher Betrag. Weil solche Angaben kann man vor dem Kauf nicht überprüfen und man muss sich ergo darauf verlassen, was dann bitter enttäuscht , weil diese Angaben einfach nicht stimmen und die Reichweite nur etwa halb so groß war.
    Nach einem Jahr musste ich bereits erkennen, dass auch die Angaben über einen 16 Ah-Akku nicht stimmen, denn nicht nur die kälteempfindlichkeit des Co-Akkus machten die Reichweite zunichte, sondern auch nahm diese Kapazität sichtlich ab. Meine Studien über die Li-Akku-Technologie, erklärten genau das rasche Nachlassen bei Co-Akkus und so importierte ich einen LiFePO4-Akku direkt aus China, welcher nun nach 2 Jahren keine Kapazitätsverminderung zeigt. Allgemein hat sich auch bereits diese Erfahrung niedergeschlagen und qualitative E-Bikes und EVs werden eben jetzt mit LiFePo4-Typen ausgestattet,
    Mit dem neuen 20Ah-LiFePO4 fahre ich auch meine angestrebte Strecke von über 50 Kilometer problemlos. Also, ein E-Bike braucht einen LiFePO4-Akku mit etwa 20Ah um eine solche Strecke sicher zu leisten. Dazu kommt dessen Schnelladefähigkeit und mein mitgenommenes Ladegerät füllt die Batterie wieder in etwa 3 Stunden, das reicht für den Sonntagsausflug und auch für die täglichen Besorgungen in der Stadt.

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