Drei Männer lassen die Geschichte der Niederlande als Seefahrer-Nation wiederaufleben und transportieren Waren in Segelschiffen aus der Karibik nach Europa.

Wir konsumieren eine ganze Menge Güter, die teils um die halbe Welt transportiert werden. Wir trinken Wein aus Südafrika, Kakao aus Brasilien und essen Bananen aus Costa Rica. Diese Transporte verursachen riesige Mengen an Emissionen, egal ob sie mit dem Flugzeug, Schiff oder mit LKWs durchgeführt werden. Doch schon vor langer Zeit schon haben Menschen Waren aus anderen Weltteilen konsumiert und diese wurden emissionsfrei nach Europa transportiert. Allen voran die Niederländer als große Seefahrer-Nation. Die Niederländische Ostindien Kompanie hat schon im 17. Jahrhundert verschiedene Waren aus Indien und Ostasien nach Europa transportiert.

Von dieser Geschichte haben sich drei niederländische Freunde, die eine Leidenschaft für alte Segelschiffe teilen und an Umweltthemen interessiert sind, inspirieren lassen und ein Transportunternehmen gegründet.  Das Besondere an diesem Unternehmen ist, dass sie Waren genauso transportieren, wie es die Ostindische Kompanie schon vor mehreren hundert Jahren gemacht hat, nämlich mit Segelschiffen, die einzig und alleine vom Wind angetrieben werden. Das Unternehmen firmierte erst unter dem etwas langen Namen Stichtign Atlantis Zeilende Handelsvaart, doch dieser wurde zum kürzeren und einprägsameren Fairtransport geändert.

Zu aller erst haben die drei eine alte Brigg renoviert und für lange Segelstrecken und Lasten von bis zu 45 Tonnen tauglich gemacht. Dieses erste Schiff bekam den Namen Tres Hombres und verkehrt zwischen Europa und der Karibik. Die Geschäftsidee von Andreas Lackner, Jorne Langelaan und Arjen van der Veen besteht nicht nur darin Transporte ohne fossile Brennstoffe durchzuführen, sie wollen in ihren Schiffen hauptsächliche ökologisch produzierte Waren, wie Kaffee, Rum, Öle oder Wein transportieren. Außerdem wollen sie mehr Bewusstsein dafür schaffen, wie viel Emissionen die moderne Schifffahrt verursacht und dass es durchaus Alternativen dazu gibt, die den Transport von Waren rund um den Globus möglich machen.


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Bild: Fairtransport