Schiffe und Autos, die unter anderem mit der Kraft des Windes angetrieben werden. Doch die Segel von heute haben mit den Seglern vergangener Tage nur eines gemeinsam: Den Wind als…

Schiffe und Autos, die unter anderem mit der Kraft des Windes angetrieben werden. Doch die Segel von heute haben mit den Seglern vergangener Tage nur eines gemeinsam: Den Wind als unerschöpfliche Energiequelle.

Was ist in Unmengen vorhanden, wenn ein Schiff auf Hoher See unterwegs ist? Natürlich: Wind. Genau diesen haben sich schon Entdeckerschiffe in längst vergangenen Zeiten zunutze gemacht, um vorwärts zu kommen. Die Schiffe wurden mit der Zeit moderner und sind heute von Motoren angetrieben, Segelschiffe werden nur mehr von Urlaubern oder Weltumseglner verwendet.

Fast: Denn dieses Prinzip hat sich seit einiger Zeit auch die moderne Schifffahrt angeeignet. Bis vor kurzem wurde die kostengünstige und umwelfreundliche Energiequelle Wind nicht genutzt, weil kein Segelsystem den Anforderungen der modernen Schifffahrt gerecht werden konnte – das hat sich jetzt geändert.

Zugdrachen

Wie funktioniert so ein Windantrieb? Die Firma SkySails etwa bringt auf Frachtschiffen, aber auch auf Fischtrawlern und Superyachten ab 30 Metern Länge einen zusätzlichen Windantrieb in Form eines Zugdrachen-Antriebssystems an. Dieser sieht aus wie ein überdimensionaler Paragleitschirm. So können die Treibstoffkosten eine Schiffes im Jahresdurchschnitt zwischen zehn und 35 Prozent gesenkt werden, heißt es bei SkySails. Die genau erzielte Höhe hängt von den Windverhältnissen ab, bei optimalen Bedingungen könne man sogar 50 Prozent an Energie einsparen.
Forscher von der Technischen Universität Berlin haben herausgefunden, dass die Schiffe am meisten Energie sparen, wenn sie auch kleinere Umwege in Kauf nehmen, um den Wind bestmöglich auszunutzen.

Wind wird eingefangen

Es gibt aber auch andere Möglichkeiten, vom herkömmlichen Segel bis zu riesigen Blechzylindern, die sich im Wind drehen und das Schiff so vorwärts treiben. Das Prinzip ist immer das gleiche: Der Wind wird von der Fläche eingefangen, das Schiff wird vorwärts gedrückt oder gezogen. Für jede Strecke eignet sich ein anderer Segelyp, weil die Windverhältnisse in tropischen Gewässern ganz anders sind als in höheren Breiten.

Windmobil

Auch Autos machen sich die Kraft des Windes zunutze. So wie das solarbetriebene Ökomobil der Firma Venturi aus Monaco, an dem sich zusätzlich zu den Solarzellen am Dach auch Windturbinen befinden. Die damit gewonnene Energie wird ebenfalls in den Motor gespeist.

22 PS und eine Höchstgeschwindigkeit von 50 km/h sind für den Großstadtverkehr schon ausreichend – gerade für die kurzen Strecken.

Segeln im 21. Jahrhundert

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