An Energiesparlampen gibt es einiges zu kritisieren: aber wie geht es weiter mit der Lichttechnologie? Ein kleiner Überblick.

So richtig zufrieden ist kaum jemand mit Energiesparlampen. Giftige Inhaltsstoffe, schwaches Licht, und die Lebensdauer hält auch nur in den seltensten Fällen, was sie verspricht. Die bisher beste Alternative sind die LEDs. Die Leuchtdioden sind zwar teurer als die Energiesparlampen, dafür aber mit 85% weniger Strombedarf deutlich effizienter.

Forscher wollen freilich noch mehr. So haben Wissenschaftler an der Wake Forest University in den USA Leuchten aus Kunststoff entwickelt, die alles leisten sollen, was das Konsumentenherz begehrt. Sie sind angeblich noch energieeffizienter als die LEDs, ungiftig, bruchsicher, flackerfrei und – auch noch billig.

FIPEL

Das Geheimnis der Leuchte mit dem spannenden Namen „FIPEL“ – Field Induced Polymer Electro Luminescent) sind schwingende Nanopartikel. Werkstoff und Funktionsweise machen FIPEL sehr flexibel, sodass die Leuchten in beinah jeder denkbaren Form gestaltet werden können. Haltbarkeit: Nach Angaben der Hersteller 10 Jahre.

OLED

Konkurrenz gibt es auch: OLED heißt eine Technologie, die bei Experten auf große Begeisterung stößt. OLEDs, Organische LEDs, leuchten auf Kohlenstoffbasis. Das flexible Dünnschicht-Material kann sogar aufgerollt oder an Fensterscheiben geklebt werden. Die organischen Halbleiter, die dafür nötig sind, lassen sich extrem kostengünstig herstellen. Der große Vorteil, der OLEDs ideal für den Einsatz als Display oder Fernsehbildschirm macht, ist der enorm hohe Kontrast, der bei der Anzeige erreicht wird.

Trotzdem: Nicht sehr hell, nur für vergleichsweise kleine Flächen geeignet, Temperaturempfindlichkeit und mit begrenzter Haltbarkeit – wenn man all das mit den Voraussetzungen in einem normalen Haushalt vergleicht, wird das Herz der Kunden wohl eher für FIPEL schlagen – vorausgesetzt, dieses Projekt kann die großen Erwartungen seiner Entwickler auch in der Praxis wirklich erfüllen.

Bild: Greg Smith, David Carroll / Wake Forest University

2 Kommentare

  1. Jö, schön, noch mehr Plastik! Wenn man bedenkt dass, seit Plastik produziert wird, noch nichts davon abgebaut worden ist und, im Gegenteil, unsere Weltmeere belastet, sind die nochmal neuen Glühbirnen absolut verantwortungslos. Ist der Glühbirnenmarkt tatsächlich so gewinnbringend dass man dafür, in Zeiten wie diesen, noch mehr Umweltverschmutzung in Kauf nimmt? Ich will unsere alten Birnen zurück!

    PS: wer einen Rechtschreibfehler findet, darf ihn behalten

  2. Das ist ein wichtiger Punkt. David Carroll sagt, die Prototyp-FIPEL in seinem Büro leuchtet seit zehn Jahren. Wenn das so stimmt, dann verrotten alte FIPELs auch nicht so bald.
    Warum sie den alten Birnen überlegen sind: die Hitze, die sich in „normalen“ Glühbirnen bildet, belastet das Material und ist zu einem guten Teil für das „Durchbrennen“ verantwortlich. Bei FIPELs soll keine oder so gut wie keine Hitze entstehen.

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