Nach diesen Food Trends solltet ihr in diesem Jahr Ausschau halten!

Bananenmehl, Kichererbsenbutter, Süßkartoffelnektar: Sie alle werden wir im kommenden Jahr in den Supermarktregalen finden, denn sie gehören zu den Food-Trends 2020. Ich habe für euch recherchiert und verrate euch, was die Trend Foods können!

Vorfreude bei Foodies

Schon wenn sich das alte Jahr dem Ende zuneigt steigt die Vorfreude der Foodies auf die kommenden Food Trends. Was als Trend auf Instagram landet prägt nämlich maßgeblich das Ernährungsverhalten vieler Generationen und sorgt mittlerweile für Veränderungen auf dem Teller.

2020 setzen die Food Trends ihren Fokus vor allem auf Nachhaltigkeit, pflanzliche Eiweißquellen und Zuckeralternativen. 

Die Trend Foods 2020

Manche der Trends werden euch vielleicht bekannt vorkommen, sie sind schon lange trendig und entwickeln sich im Jahr 2020 einfach noch etwas weiter. Andere sind neu dazu gekommen und klingen sehr spannend!

Mehl aus Obst und Gemüse

Alternative Mehle liegen schon länger im Trend, die Auswahl wächst jedoch 2020 weiter an. Immer stärker wird auf Alternativen aus Nüssen, Früchten und Gemüse gesetzt. Ein Grund dafür ist vor allem die Low-Carb-Bewegung – bei dieser Ernährungsform werden Kohlenhydrate reduziert. Neben Varianten die ihr sicher schon kennt, wie Mandel- oder Kokosnussmehl, tauchen 2020 beispielsweise Mehle aus grünen Bananen auf. Die unreifen, geschälten Kochbananen werden dabei getrocknet und gemahlen. Das Mehl ist von Natur aus glutenfrei – perfekt also bei Glutenunverträglichkeit oder Zöliakie – und sehr nährstoffreich. Auch Teff- und Karfiolmehl stehen ganz oben auf der Liste der alternativen Mehle.

Pflanzliche Alternativen

Bereits 2019 kamen mehr pflanzenbasierte Alternativen auf den Markt als jemals zuvor und dieser Trend wird sich auch 2020 fortsetzen. Allen voran hierbei Proteine, wobei der Trend nicht nur rein pflanzliche Produkte umfasst, sondern auch viele neue gemischte Optionen für Flexitarier. Mungbohnen und Hanfsamen sind dabei die Favoriten, aber auch von Produkten auf Basis von Kürbis, Avocado, Wassermelonenkerne und goldene Chlorella-Algen werden wir noch hören. 

Soja ist mittlerweile eher out, da nicht nur der Anbau problematisch ist sondern auch die enthaltenen Allergene. 

Antialkoholische Alternativen – „Mocktails“

Viele Menschen starten das Jahr ohne Alkohol und auch die Fastenzeit danach verbringen viele alkoholfrei. Doch auch ganz generell geht der Trend weg vom Alkohol, denn Millennials und die Generation Z trinken weniger. Viele Firmen haben das aufgegriffen und bieten alkoholfreie Getränke wie Wein, Bier und sogar Gin an. Auch viele Restaurants nutzen diesen Trend und inkludieren mehr „Mocktails, also Cocktails ohne Alkohol“ in ihre Karte als die bisherigen Virgin Mojitos. 

Fotocredit: Lightscape auf Unsplash

Westafrikanische Küche

Bei den Trends immer mit dabei ist ein bestimmtes Land oder eine Region. 2020 ist die japanische Küche quasi out und westafrikanische Lebensmittel und Geschmacksnoten erobern unsere Teller. Zutaten wie Chili, Ingwer und Zitronengras werden unverzichtbar sein, und auch bekanntere Superfoods wie Moringa und Tamarinde gehören weiterhin zu den Trends. (Habt ihr noch nie gehört? Keine Sorge, ich auch nicht! Moringa ist ein Meerrettichbaum und ein Pulver aus den getrockneten gemahlenen Blättern gilt als Superfood. Tamarinden sind die Schoten des Tamarindenbaumes, die als Paste oder Pulver in afrikanischen und asiatischen Gerichten verwendet werden)

Alte Getreidesorten wie Sorghumhirse, Foniohirse und Teff werden sich auch weiter verbreiten. Sie bieten mit ihren Nährwerten eine tolle Abwechslung für unseren Speiseplan. 

Gesündere Kinder-Gerichte

Das Gesundheitsbewußtsein bei Eltern steigt und sie wollen dieses Bewußtsein von gesunder und abwechslungsreicher Ernährung auch an ihre Kinder weitergeben. Aus diesem Grund müssen Lebensmittelmarken und auch Restaurants ihr Angebot an Kindergerichten vermehrt an diese Entwicklung anpassen. Fischstäbchen ohne Panier, Bio-Chicken Nuggets und bunte Pasta aus Erbsen oder weizenfreiem Mehl sind in diesem Fall nur der Anfang.

Butter aus Kichererbsen und Wassermelonenkernen

Die Verwendung von Palmöl und die damit einhergehende Rodung des Regenwaldes stehen derzeit im Fokus der Verbraucher. Lebensmittelerzeuger müssen daher weiter erfinderisch werden, wenn es um pflanzliche Butter und Aufstriche geht. Muse und Aufstriche auf Basis von Nüssen und Samen sind also weiter auf dem Vormarsch. Auch weniger bekannte Alternativen wie Kichererbsen, Wassermelonenkerne und Kürbiskerne werden ihren Auftritt finden. Diese Alternativen sind oft reich an pflanzlichem Eiweiß, Vitaminen und Mineralstoffen und ein richtig cleverer Snack für die Zukunft!

Fotocredit: Toa Heftiba auf Unsplash

Zuckeralternativen

Auch das Bewusstsein bezüglich Zucker erhöht sich weiter und immer mehr Menschen sind auf der Suche nach gesünderen Zuckeralternativen. Daher gehören Süßkartoffelnektar, Granatapfelkernsirup und Mönchsfruchtzucker ebenfalls zu den Food Trends 2020. 

Frucht-Reduktionen werden zu natürlichen Sirupen verarbeitet, andere Sirupe werden aus Stärke wie zum Beispiel Sorghumhirse oder Süßkartoffeln hergestellt. Zweitere haben einen intensiveren Geschmack und können in etwa mit dem von Honig verglichen werden. 

Achtung: Ernährungspysiologisch gesehen behandelt und verstoffwechselt der Körper auch diese Süßungsvarianten wie raffinierten Zucker. Daher sollten auch diese Varianten nur in Maßen gegessen werden.

Snackification

Die Zeiten von regelmäßigen Mahlzeiten gehören mittlerweile eher der Vergangenheit an. Umso wichtiger werden gesunde Snacks abseits des üblichen Fast Foods wie Pizzaschnitten, Burger und Co. Restaurants mit rasch fertigen Gerichten wie Poke Balls oder Ramen erfreuen sich immer größerer Beliebtheit. Ergänzend wird in den Kühlregalen der Supermärkte die Auswahl frisch zubereiteter, gesunder Snacks noch größer. 

Nachhaltigkeit

Auch die Produktionsweise innovativer Produkte gehört für mich zu den Food Trends 2020. Regenerative Landwirtschaft zum Beispiel, bei der bestimmte Anbau- und Weidepraktiken angewandt werden, die für eine gute Ackerbeschaffenheit sorgen, die Biodiversität verbessern und den CO2-Abtrag erhöhen. Dadurch profitiert die Umwelt langfristig denn diese Art der Landwirtschaft leistet einen wertvollen Beitrag zum Klimaschutz. Nachhaltige Landwirtschaft war bereits 2019 eines der großen Schlagwörter und auch in diesem Jahr werden wir noch einiges darüber hören.

Zero Waste im Supermarkt

Mit dazu gehört für mich auch das Thema Abfallvermeidung im Supermarkt. Mit Sackerln aus Kartoffelstärke oder recyceltem Plastik beziehungsweise dem Verzicht von Plastiktaschen an der Kasse haben bereits einige Supermärkte den Anfang gemacht Plastik zu verbannen. Dieser Zero Waste Gedanke wird auch in diesem Jahr fortgeführt und an umweltfreundlichen Verpackungslösungen getüftelt.

Fotocredit: Sylvie Tittel auf Unsplash

Urban Food

Auch regionale Ernährung ist Trend und wird heuer auf die nächste Ebene gehoben: denn auch in Großstädten werden immer mehr Nahrungsmittel angebaut. Dank neuer Technologien wie Vertical Farming wird neuer Platz erobert und auch Trends wie Pilze im restauranteigenen Keller zu züchten setzen sich immer mehr durch.

Ich bin gespannt, welche Trends sich durchsetzen werden und welche neuen Trends uns dann nächstes Jahr erwarten!

Quellen:
Gala, 31.12.2019, Jessica Bolewski, „Was Foodies im Jahr 2020 essen
Gault Millau, 02.12.2019, Tamara Schramek, „Das sind die Food Trends 2020
Womens Health, 15.12.2019, Kristine Thomason, „The 10 Best Healthy Food Trends Coming In 2020, According To Nutritionists

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