Tesla könnte bald mehr Konkurrenz bekommen.

Während Tesla mit Produktionsproblem kämpft, denken die großen Autobauer laut über Elektromodelle nach. Man kann über Tesla Motors sagen was man will, aber den Hype, den das Unternehmen um die Elektroautos erzeugt, würden sich viele andere Autobauer wünschen. Die großen Konzerne der Branche reagieren unterschiedlich: Manche tun so, als ob es keine große Sache wäre; andere analysieren die PR-Maßnahmen von Tesla-Chef Elon Musk und seinem Team und versuchen daraus zu lernen; und andere wiederum wollen ihre eigenen Elektroautos bauen.

Als General Motors vom Tesla-Sportwagen Roadster hörte, entwickelte das US-Unternehmen den Chevy Volt, der zahlreiche Auszeichnungen gewinnen konnte. Anscheinend haben auch andere Autokonzerne Lunte gerochen: Ford hat bekannt gegeben, nun auch ein dem Tesla Model S ähnliches Elektroauto zu bauen. Nach eigenen Angaben habe man das Know-How ein leistungsstarkes Elektroauto mit großer Reichweite zu bauen. Konkreter scheinen die Pläne von Porsche zu sein: Der deutsche Sportwagenkonzern arbeitet an einem vollelektrischen Wagen namens Pajun, der dieselbe Leistung und Reichweite wie der Tesla Model S bieten soll.

Von einem Perspektivenwechsel der großen Autokonzerne zu sprechen, ist noch zu früh. Vielleicht hat die Konkurrenz auch nur Lunte gerochen, nachdem Tesla einige Rückschritte bekanntgeben musste. Zuerst war da die Schließung der Fabrik in Fremont (Kalifornien), um eine größere Fertigungsstraße in Betrieb zu nehmen. Das Hochfahren hat allerdings länger gedauert – rund 2000 Fahrzeuge weniger als geplant wurden dadurch hergestellt. Hinzu kommen weitere Verzögerungen bei der Auslieferung des Model X. Tesla könnte zwar den Nimbus des Überfliegers verloren haben, aber Konzernchef Musk fordert seit langem mehr Konkurrenz am Markt für Elektroautos, um die „Stromer“ zur Selbstverständlichkeit werden zu lassen.

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