Jungzwiebel
Jungzwiebel
Alles über die kleinen Geschwister der Zwiebel – die Frühlingszwiebel! Was ist der Unterschied zu Jungzwiebeln, wie gesund sind sie und vieles mehr!

Habt ihr euch schon mal gefragt, was eigentlich der Unterschied zwischen Frühlingszwiebeln und Jungzwiebeln ist? Und ob sie gesünder als herkömmliche Zwiebel sind? Könnt ihr sie untereinander beliebig austauschen in Rezepten? All diesen Fragen möchte ich heute hier nachgehen.

Frühlingszwiebel, Jungzwiebel oder Lauch?

Alle irgendwie ähnlich, doch ist damit immer das Gleiche gemeint? Und was ist mit der herkömmlichen Zwiebel?

Also: Jungzwiebel ist eine andere Bezeichnung für Frühlingszwiebel, gemeint ist dasselbe. Optisch ist auch die Ähnlichkeit zu Lauch gegeben, aber der Geschmack ist eher mit dem der großen Zwiebelschwester vergleichbar. Der Zwiebelgeschmack ist jedoch im Gegensatz zum Speisezwiebel eher dezent, was sie so beliebt macht.

Erntefrisch aus der Region

Botanisch wird die Frühlingszwiebel den Liliengewächsen zugeordnet. Genauer genommen ist sie eine kleine noch nicht ausgewachsene Gemüsezwiebel. In vielen österreichischen Bundesländern werden Frühlingszwiebeln mit viel Liebe gepflanzt und ab April geerntet. Die Jungzwiebel ist im Supermarkt ganzjährig erhältlich. Im Frühjahr stammt sie aus wärmeren Ländern wie Italien. 

Auch daheim könnt ihr Jungzwiebel ohne Weiteres selber ziehen. Sät sie einfach in kleinen Töpfen auf einem warmen Fensterbrett schon ab Februar aus. Ins Freiland darf sie etwa ab Ende März. Dort liebt sie vollsonnige Standorte.

Photo von Maarten van den Heuvel auf Unsplash

Mild und gesund

Die Frühlingszwiebel ist sehr gesund! 

Mit 25mg Vitamin C liefern 100 Gramm Jungzwiebeln 30 Prozent des empfohlenen Tagesbedarfs. So unterstützt ihr das Immunsystem, vorausgesetzt, ihr genießt auch die dunkelgrünen Teile. Diese gelten als hervorragender Schnittlauch-Ersatz. (Achtung: wie viele Gemüsesorten sollten auch sie nicht allzu lange gekocht werden, damit sie nicht ihr Aroma und wichtige Vitamine verlieren.)

Auch die ätherischen und schwefelhaltigen Öle machen die kleinen Zwiebel zur wertvollen und nützlichen Heilpflanze. Sie wirkt keimtötend, entzündungshemmend und lindert Beschwerden bei einer Erkältung.

Frühlingszwiebel in der Küche

Besonders beliebt ist die Jungzwiebel aufgrund ihrer Vielfältigkeit. Frühlingszwiebel würzen in feine Ringe geschnitten nicht nur Suppen und Pfannengerichte perfekt. Sie können beispielsweise auch im Ganzen gegrillt werden und werden so zur pikant-süßlichen Beilage. Roh schmecken sie zerkleinert in Salaten, Aufstrichen und Dips.

Kaum wegzudenken die Frühlingszwiebel übrigens aus der asiatischen Küche, zum Beispiel bei Wok-Gerichten. Hier sorgt die kleine Zwiebel für das unvergleichlich mild-würzige Aroma.

Jungzwiebel
Photo von Youjeen Cho auf Unsplash

Aufbewahrungstipp

Gelagert werden sollte die Jungzwiebel im Gemüsefach des Kühlschranks, am besten eingewickelten ein angefeuchtetes Tuch. Mehr als rund eine Woche ist sie aber auch dort nicht haltbar, meist beginnt sie an den grünen Spitzen und den äußeren Seiten der Blätter zu welken. Mein Tipp: verwendet daher zuerst das Grün. Die weiße Knolle hält im Kühlschrank länger.

Quellen:
Denns Biomarkt,“Jungzwiebel – Mild und würzig
Frisch Gekocht Magazin, Margit Fensl, „Frühlingsfrisch“
Lebensmittel-Warenkunde, „Frühlingszwiebel