Die britische Energieregulierungsbehörde hat eine Investitionswelle in Höhe von 300 Millionen Pfund (350 Millionen Euro) genehmigt, um die Anzahl der ultraschnellen Ladestationen für Elektroautos im ganzen Land zu verdreifachen.

Diese Maßnahme ist Teil der Bemühungen, den Anteil an sauberer Energie in Großbritannien zu vergrößern. Energienetzunternehmen sollen in den nächsten zwei Jahren in mehr als 200 kohlenstoffarme Projekte im ganzen Land investieren. Darunter fällt auch die Installation von 1.800 neuen ultraschnellen Autoladepunkten für Autobahnraststätten und weiteren 1.750 Ladepunkten in Städten.

Nicht nur Städte sollen erschlossen werden, sondern auch ländliche Gebiete abgedeckt werden. Eine beträchtliche Anzahl von Ladepunkten soll künftig Pendlern an Bahnhöfen in Nord- und Mittelwales bereitstehen. Die britischen Behörden hoffen, dass die zusätzliche Investition in Ladepunkte dazu beitragen wird, die „Reichweitenangst“ der Autofahrer zu bekämpfen, die häufig als Hauptgrund dafür genannt wird, dass Fahrer nicht auf Elektrofahrzeuge umsteigen. Großbritannien plant, den Verkauf neuer Benzin- und Dieselautos ab 2030 zu verbieten und Hybridfahrzeuge ab 2035 als Teil seines Plans zur Verringerung der Emissionen des Straßenverkehrs auslaufen zu lassen. Allerdings entfielen im vergangenen Jahr nur 11% der Pkw-Neuzulassungen auf emissionsarme Autos.

Das Investitionspaket wird auch neue Projekte zur Modernisierung der britischen Stromnetze umfassen, damit sie mehr kohlenstoffarme Heizung betreiben und sich an neue kohlenstoffarme Energieprojekte wie Windparks und Solaranlagen anschließen können. Es ist ein erster Teil von grünen Investitionen, die in den nächsten sieben Jahren das Land auf Kurs bringen soll, die Kohlenstoffemissionen in 30 Jahren auf Netto-Null zu senken. Laut der Wirtschaftslobbygruppe CBI kann Großbritannien bis 2030 ein Wachstum von fast 820 Milliarden Euro erreichen, wenn es die Wirtschaft dekarbonisiert.

Außerdem hat die Regierung einen Fonds in Höhe von 195 Millionen Pfund zur Unterstützung neuer grüner Technologien gestartet. 70 Millionen stehen für die Entwicklung von kohlenstoffarmem Wasserstoff bereit, 25 Millionen für die Abscheidung und Speicherung der Kohlenstoffemissionen aus der Schwerindustrie und weitere 25 Millionen für die Forschung zur „industriellen Dekarbonisierung“. Die Finanzierung der grünen industriellen Revolution der Regierung wird auch 44 Millionen Pfund umfassen, um in Großbritannien ein sogenanntes „Direct Air Capture“ -Projekt zu starten, wie es in der Schweiz schon gibt.


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