Ab nun sollen Radfahrer, öffentlicher Verkehr und Fußgänger in New York Vorrang in der Verkehrsplanung haben.

In New York war die Verkehrsplanung, genau wie in den meisten Großstädten der USA und weltweit, auf Autoverkehr ausgerichtet. Das soll sich nun ändern. Erst kürzlich wurde ein Plan verabschiedet, der 250 neue Radwege, mit einer Gesamtlänge von 400 Kilometern vorsieht. Auch Fußgänger bekommen in den nächsten Jahren mehr Platz im Big Apple, insgesamt knapp 93.000 Quadratmeter. Um diese Pläne umzusetzen, muss die Stadt in den nächsten zehn Jahren 1,7 Milliarden US-Dollar investieren. Durch diese Maßnahmen soll die Stadt, für den nicht-motorisierten Verkehr, sicherer werden.

Immer mehr New Yorker steigen auf das Fahrrad um, obwohl das nicht ungefährlich ist. Von Jänner bis Anfang Dezember 2019 starben 25 Radfahrer in New York. Dies ist die höchste Todesopferzahl in den letzten 20 Jahren. Das viele das Risiko dennoch auf sich nehmen und mit dem Rad anstatt mit dem Bus fahren, ist verständlich, wenn man bedenkt, dass New Yorker Busse sehr oft im Verkehr stecken bleiben, genau wie PKWs.

Doch schon im Dezember 2021 soll der erste Teil des neuen Verkehrsplans umgesetzt sein und 240 Kilometer baulich getrennte oder kameraüberwachte Busspuren und 400 Kilometer geschützte Fahrradwege fertig sein. Auch mit dem Ausbau der Fußgängerfläche soll schon bald begonnen werden. Im Verlauf von fünf Jahren sollen auch Bushaltestellen und das Fahrgastinformationssystem verbessert werden und Ampelschaltungen dahingehend adaptiert werden, dass Busse bevorzugt werden und schneller vorankommen.

Da New York seit den 1920er Jahren im Straßenbau und der Verkehrsplanung auf Autos fokussiert hat, wird es auch nach Umsetzung des neuen Verkehrsplans noch nicht das Niveau von Fahrradmetropolen wie Kopenhagen oder Amsterdam erreichen. Allerdings wird New York bestimmt eine große Vorbildwirkung für andere amerikanische Städte haben. Im Big Apple werden die geplanten Maßnahmen sowohl von Radfahrern und Fußgängern als auch von einem beträchtlichen Teil der Autofahrer positiv aufgenommen, denn im Prinzip kommen dadurch alle schneller und sicherer voran. Mehr Radfahrer, Fußgänger und Öffinutzer bringen außerdem eine deutliche Emissionsreduktion und auch davon profitieren natürlich alle New Yorker.


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Bild: Unsplash

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