Laut einer neuen Studie bekommt man jeden investierten Cent mehrfach zurück.

Wir haben hier schon einmal darüber berichtet, dass mehr Radfahrer auf unseren Straßen große Einsparungen bringen würden, nun wollen wir eine neue Studie präsentieren, die sich vor allem mit Einsparungen bei den Gesundheitskosten auseinandergesetzt hat. Eine neuseeländische Studie mit dem Titel „The Societal Costs and Benefits of Commuter Bicycling“, die im Magazin Environmental Health Perspectives publiziert wurde, errechnet welche Einsparungen jeder investierte Dollar mit sich bringt.

Die Neuseeländer haben errechnet, dass jeder Dollar der in den Ausbau der Fahrradinfrastruktur gesteckt wird, zu Einsparungen von sechs bis 24 Dollar führt. Die neuseeländische Stadt Auckland diente ihnen dabei als Referenzstadt. Jeder Ausbau, jede Verbesserung der Radinfrastruktur führt zu mehr Fahrrad-Pendlern und weniger Autoverkehr. Dies wiederum ist direkt verknüpft mit einer Steigerung der Lebensqualität der Bewohner und einer Verbesserung des Umweltschutzes und der Volksgesundheit. Was wiederum zu niedrigeren Ausgaben im Gesundheitssystem führt.

Als effizienteste Maßnahme, um mehr Leute zum Umstieg auf das Rad zu bewegen, nennt die Studie baulich getrennte Radwege, das würde rund 20 Prozent dazu bringen das Fahrrad statt dem Auto zu nehmen. Gleichzeitig würde die Unfallrate um 50 Prozent zurückgehen. Noch wirkungsvoller wäre das Ganze, würde man auch die erlaubte Höchstgeschwindigkeit für den motorisierten Verkehr senken. Damit könnte man sogar 40 Prozent zum Umstieg bewegen und würde für jeden investierten Dollar 20 Dollar „zurückbekommen“.

Die Forscher zeigen in der Studie auch auf, dass ein zögerlicher Ausbau oder ein teilweiser Ausbau relativ wenig bringt. Werden Straßen nur teilweise mit getrennten Radwegen ausgestattet, bringt das nur etwa fünf Prozent aufs Fahrrad. Der Autoverkehr bleibt dabei gleich, die Umweltverschmutzung wird also nicht weniger und die Einsparungen in diesem Bereich fallen dadurch weg. Auch wenn es sich dabei nicht um eine europäische Studie handelt, so bestätigen Radfahr-Vorbildstädte wie Groningen oder Kopenhagen, dass die Ergebnisse in Europa wohl sehr ähnlich wären.

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Bild: User:Heb on Wikimedia Commons

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