Kopenhagen gilt als eine der Radfahrer-freundlichsten Städte der Welt. Mit einer Grünen Welle für Radfahrer sollen noch mehr Menschen zum Umstieg bewegt werden.

Es lässt sich feststellen: Kopenhagen ist ein Paradies für Radfahrer. Die Fahrbahn der Brücke über den Hafen für Radfahrer und Fußgänger ist grell orange eingefärbt, damit keine Missverständnisse aufkommen können. Lieferungen werden grundsätzlich mit dem Rad erledigt, sei es die Post oder Christbäume. Die dänische Hauptstadt beherbergt mehr Fahrräder als Menschen und diese Zahlen werden sich so rasch nicht ändern, denn – und nun kommt das allerbeste – die Stadt will noch mehr Menschen zum Radfahren bewegen. Mit einer Grünen Welle für Radfahrer sollen noch mehr Menschen zum Umstieg auf den Drahtesel bewegt werden.

Nomen est omen
Ein Verkehrsmanagement-System soll die freie Fahrt für Radfahrer in Kopenhagen sicherstellen. Das System trägt den Namen „Grüne Welle“ und steuert den Verkehr zu den Stoßzeiten. Als Grundlage dient ein einfaches Prinzip: Die Ampeln sind so geschaltet, dass ein Radfahrer mit einer konstanten Geschwindigkeit von 20 km/h in der Früh in das Zentrum fahren kann, ohne ein einziges Mal bei einer roten Ampel stehenbleiben zu müssen. Abends tritt das System erneut in Kraft und lässt alle möglichst schnell nach Hause kommen. Ein gewünschter Nebeneffekt dieser Regulierung ist ein ähnliches Tempo der Radfahrer, was die Sicherheit auf den Radwegen erhöht.

Die Grüne Welle wurde 2007 erstmals auf der Hauptverkehrstrecke im Kopenhagener Zentrum getestet. Im Jahr 2012 hatte die Zahl der Radfahrer bereits um 20 Prozent zugenommen, danach wurde das System auf die gesamte Stadt erweitert. Einzig Kopenhagener, die im Stadtzentrum wohnen und am Stadtrand arbeiten, sind benachteiligt. Das ist allerdings eine deutliche Minderheit und auf diesen Routen gibt es ohnehin weniger Verkehr und damit weniger Sicherheitsprobleme, wie zum Beispiel drängelnde Radfahrer bei einer roten Ampel. Kopenhagen ist allerdings gerade dabei ein neues Verkehrsregulierungssystem einzuführen, das erkennt, wenn sich Radfahrer einer Kreuzung nähern. Wenn sich mehrere Radfahrer nähern, dann bleiben die Ampeln so lange grün bis die Gruppe die Kreuzung passiert hat.

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