Der kleine Wäscheball soll mithelfen, Kunststofffasern nicht in den Abfluss gelangen zu lassen – Foto: © Cora Ball
Der kleine Wäscheball soll mithelfen, Kunststofffasern nicht in den Abfluss gelangen zu lassen – Foto: © Cora Ball
Wer an die Wasserverschmutzung mit Mikroplastik denkt, der hat vor allem Kunststoffpartikelchen aus Kosmetika und Co. im Kopf. Dabei tragen auch Kunststofffasern unserer Kleidung dazu bei. Was du mit einem Wäscheball dagegen tun kannst.

Gesichts-Peelings, Zahnpasta und Srcub-Duschgels: Die kleinen Plastikkügelchen, die in diversen Kosmetikprodukten enthalten sind, haben wir hauptsächlich vor dem inneren Auge, wenn wir uns die Wasserverschmutzung mit Mikroplastik vorstellen. Dabei gehört auch unsere Kleidung zu einem nicht unwesentlichen Teil der Plastikverschmutzung. Und zwar durch die Kuststofffasern, die in vielen unserer Kleidungsstücke verarbeitet sind. 

Kunststofffasern als Problem

Kleidung, die aus Kunststofffasern hergestellt ist, ist aus unserer modernen Welt nicht mehr wegzudenken. Problematisch dabei ist, dass sich diese Fasern bei jedem Waschgang lösen. Bis zu 7 Millimeter sind sie lang, je nachdem, welche Kunststofffaser verarbeitet wurde. Davon abhängig ist auch die Menge, die pro Waschgang ins Abwasser gelangt. Polyacrylnitril beispielsweise fühlt sich wollähnlich und warm an, ist jedoch wie Polyester eine chemisch hergestellte Kunstsstofffaser. Laut aktuellen Studien gelangen bei einer 6-Kilo-Waschladung mit derartigen Acryl-Kleidungsstücken bis zu 700.000 Fasern in den Abfluss. 

Der Cora-Ball hilft dabei, Kunststofffasern aufzufangen. Foto: © Cora Ball
Der Cora-Ball hilft dabei, Kunststofffasern aufzufangen. Foto: © Cora Ball

Wäscheball „sammelt“ Kunststofffasern ein

Wer nun denkt, die ökologischste Lösung für dieses Problem wäre, möglichst ausschließlich auf Hosen, Shirts und Co aus Naturfasern zu setzen, sollte bedenken, dass die Herstellung von Baumwolle deutlich mehr Wasser benötigt als das Erzeugen von Kunstfasern. Was also tun? Das fragten sich auch die Entwickler des „Cora-Balles“. Und ihre Antwort wurde – wohl wie der Name des Produkts – von der Natur inspiriert. Genauer gesagt von den Korallen.

Inspiriert von Korallen die Kunststofffasern filtern

Denn Korallen filtern kleinste Teilchen aus dem Meereswasser. Nach diesem Prinzip fängt der Cora-Ball, den man einfach in die Wäsche gibt – ähnlich wie natürliche Korallen –, die Kunststofffasern aus dem Waschwasser. Bis zu 26 Prozent der Mikrofasern soll der Cora-Ball auffangen und damit verhindern, dass diese in den Abfluss gespült werden. Zwar ist die Zersetzung von Kunststoffabfällen in Europa nach wie vor für deutlich mehr Mikroplastik verantwortlich (bis zu 5.700.000 Tonnen jährlich) als es Textilien aus Kunststofffasern sind (man schätzt bis zu 2.500 Tonnen pro Jahr) – wir alle gemeinsam können mit solch kleinen Maßnahmen aber dennoch unseren Teil zum Umweltschutz beitragen. 

Miterfinderin des Cora-Balls Rachael Zoe Miller (rechts) und ihr Design-Team. Foto: © Cora Ball
Miterfinderin des Cora-Balls Rachael Zoe Miller (rechts) und ihr Design-Team. Foto: © Cora Ball

Quellen: coraball.com, Greenpeace.de, Umweltberatung.at / Fotos: © Cora Ball


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