Nicht nur Ökosysteme an Land, sondern auch in den Meeren sind von steigenden Temperaturen betroffen und bedroht.

Immer öfter erleben wir in den letzten Jahren Hitzewellen und diese halten häufiger über längere Zeiträume an. Aber nicht nur das Klima am Land ist betroffen, sondern auch die Ozeane sind erhöhten Temperaturen immer öfter und stärker ausgesetzt. Ein kürzlich veröffentlichter Bericht des UN Weltklimarates (Intergovernmental Panel on Climate Change, kurz IPCC) zeigt die Gefahren solcher Hitzewellen in den Meeren deutlich auf.

Veränderungen in den Meeresströmungen und Temperaturschwankungen in der Atmosphäre sind die Hauptursache für marine Hitzewellen. Von einer Hitzewelle im Meer spricht man, wenn die Wassertemperaturen über einen bestimmten Zeitraum stark erhöht sind. Darin gleichen sie Hitzewellen in der Atmosphäre, was sie aber von diesen unterscheidet, ist, dass Meereshitzewellen meist länger anhalten und sich über größere Gebiete ausdehnen. Dies lässt sich damit erklären, dass mehr Energie nötig ist, um Wasser zu erwärmen, als um Luft zu erwärmen. Umgekehrt dauert es dann natürlich auch länger, diese Wärme wieder abzugeben.

Im Jahr 2014 wurde der Pazifische Ozean von ‚The Blob‘ heimgesucht, eine marine Hitzewelle, die zwei Jahre anhielt und gravierende Auswirkungen auf das Ökosystem des Pazifiks hatte. Die erhöhten Wassertemperaturen wirken sich auf Korralen, Fische, Krebstiere und Meeressäuger aus. Die veränderten Temperaturen haben aber auch Einfluss auf Wettersysteme. Die Dürre in Kalifornien im Jahr 2014 konnte eindeutig mit The Blob in Verbindung gebracht werden.

Im IPCC Bericht sprechen die Autoren davon, dass Hitzewellen in den Ozeanen seit 1982 etwa doppelt so häufig auftreten wie zuvor. Die Aussichten für die Zukunft sind erschreckend düster, denn bis 2081 könnten solche Hitzeevents sogar 20 bis 50-mal so häufig werden wie bisher. Je nachdem wie gut es uns gelingt Emissionen einzudämmen und der Erwärmung des Planeten Einhalt zu gebieten, werden dieses marinen Hitzewellen nicht nur an Häufigkeit, sondern auch an Intensität zunehmen. Bereits im August dieses Jahres äußerten Forscher Befürchtungen, dass The Blob zurückkehrt, nun beobachten sie das betroffene Gebiet noch genauer als bisher.


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