Vier Stunden Zeitersparnis pro Tag, dank dieses Solarkochers.

Drei Milliarden Menschen verwenden Holz und Kohle, um zu kochen. Die WHO bringt rund vier Millionen Todesfälle jährlich damit in Verbindung. In Gebieten, in denen es an Elektrizität mangelt und man auf Holz zum Kochen angewiesen ist, verbringen vor allem Frauen und Kinder viel Zeit damit Brennholz zu sammeln, bis zu vier Stunden täglich. Hätte man Zugang zu anderen Wärmequellen, könnten diese Menschen in derselben Zeit einer Ausbildung oder einem bezahlten Job nachgehen. Aus diesem Grund arbeitet man an der Universität der schwedischen Kleinstadt Karlstad gemeinsam mit Unternehmen aus der Region an einem Solarkocher.

Vor der Universität steht deshalb bereits seit ein paar Wochen eine silber-funkelnde Anlage. Dabei handelt es sich um den Prototyp des erwähnten Solarkochers. Dieser ist mit einem konkaven Spiegel ausgestattet, welcher Sonnenstrahlen auf ein mit Wasser gefülltes Rohr konzentriert. Durch die Sonnenwärme wird das Wasser so stark erhitzt, dass es zu dampfen beginnt. Dieser Dampf strömt in die Anlage ein, wo es den mit Öl gefüllten Energiespeicher erwärmt. Das Öl erreicht dabei Temperaturen von bis zu 150 Grad, diese Wärme kann im Inneren der Anlage mehrere Stunden gespeichert werden, um damit später kochen zu können.

Bevor der Winter kommt, wird die Anlage in Karstad wieder abgebaut werden. Die im Test gesammelten Erfahrungen und Erkenntnisse bilden die Basis für Weiterentwicklung und Umbau des Solarkochers. Im Frühjahr sollen dann weitere Tests in Schweden folgen. Wenn die Entwicklung ganz abgeschlossen ist, will man den Sonnenkocher in Zusammenarbeit mit Ingenieure ohne Grenzen an einer Schule in Tansania ausprobieren.

An dem Projekt, das durch EU Interreg ecoINSIDE 2 und Solar Värmland gefördert wird, arbeiten Studenten der Universität Karlstad, die Unternehmen Absolicon und Joto Solutions sowie ein Installateur.


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Bild: Unsplash

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