Der weltweite Bestand an Autos nimmt von Jahr zu Jahr zu – Autohersteller kommen in Sachen Umweltschutz ganz schön ins Schwitzen. Eine Bestandsaufnahme Nach einer südkoreanischen Studie werden im Jahr…

Der weltweite Bestand an Autos nimmt von Jahr zu Jahr zu – Autohersteller kommen in Sachen Umweltschutz ganz schön ins Schwitzen.

Eine Bestandsaufnahme
Nach einer südkoreanischen Studie werden im Jahr 2008 weltweit mehr als 70 Millionen Autos produziert – im Jahr 2050 wird der PKW-Bestand die unglaubliche Zahl von 2,2 Milliarden erreicht haben. Was in Zahlen ausgedrückt etwas abstrakt klingt, wird in Zukunft anhand der Umwelt umso klarer nachvollziehbar sein. Der CO2-Ausstoß steigt rasant, denn die breite Masse an Autos stößt nach wie vor mehr als 170 Gramm CO2 pro Kilometer aus. Die EU peilt jedoch einen Wert von 120 Gramm pro 100(!) Kilometer an. Da fällt der Vergleich mit dem Status quo natürlich ziemlich unbefriedigend aus. Dabei verzeichnet Asien die stärksten Wachstumsraten in Sachen Autoproduktion, da die hiesige Mittelschicht kontinuierlich an Wohlstand gewinnt. Steigende Autozahlen, steigender Verbrauch und weit und breit keine echten Umweltmaßnahmen in Sicht – das kann für unser Klima nichts Gutes bedeuten.

Schein satt Sein als Herstellermotto
Die Klimadebatte hat unter den Autoherstellern so etwas wie ein plötzliches „Ergrünen“ ausgelöst. In Werbekampagnen und Fernsehspots ist plötzlich nur noch von absolut sparsamen und sauberen Autos die Rede, obwohl das so nicht ganz stimmt. Schließlich sind die meisten Mittelklassewagen noch weit von den Idealwerten entfernt und treiben den CO2-Ausstoß nach wie vor nach oben. Die wahren Umweltsünder unter den Autos sind Luxuslimousinen und SUVs (Sport Utility Vehicles). Hersteller versuchen verstärkt, ihre Erzeugnisse in einem guten Licht darzustellen, da immer mehr Kundinnen und Kunden Wert auf den Umweltschutz legen.

Quelle: „Prima Klima!“ von Klaus Zintz, Seite 86-87