Essen zum Mitnehmen muss nicht zwangsläufig riesige Berge an Verpackungsmüll verursachen.

Take-Away erlebt schon seit einiger Zeit einen richtigen Trend, in Österreich, wie in vielen anderen Ländern. Es ist ja auch wirklich praktisch, dass man sich in der Mittagspause schnell wo was zum Essen holen kann. Um sich ins nächste Wirtshaus zu setzen ist die Mittagspause bei vielen zu kurz, genauso fehlt einem oft die Zeit, um am Abend zu Hause schon was vor zu bereiten für den nächsten Tag. Doch so praktisch das schnelle Mitnehmen von Essen im Lieblingsrestaurant auch ist, so umweltschädlich sind die vielen Einwegbehälter und das ganze Verpackungsmaterial, das durch diese immer populärere Gewohnheit anfällt.

Es gibt unterschiedliche Ansätze, um mit diesem Müllproblem umzugehen, so gibt es etwa Kaffees und Restaurants, die Kunden darin bestärken ihre eigenen Behälter mitzubringen, wer dies nicht tut, zahlt eine extra Gebühr für das Wegwerfgeschirr. Andere Restaurants füllen das Take-Away-Essen in Mehrwegbehälter und verlangen Pfand dafür. Doch was ist sowohl für den Gastronom, für den Kunden und vor allem auch für die Umwelt die beste Methode?

Ein einjähriges Projekt in der schwedischen Hauptstadt will genau das herausfinden. Im Hauptbüro eines großen Immobilienunternehmens soll untersucht werden, wie man die Mengen an Abfall verringern kann, die entsteht, wenn die Mitarbeiter ihr Mittagessen in Take-Away-Behältern holen. Im Gebäude selbst, als auch in den umliegenden Gebäuden gibt es mehrere Restaurants, die am Projekt beteiligt sind. In den teilnehmenden Restaurants werden ab sofort verschiedene Typen von Mehrwegbehälter verwendet und unterschiedliche Pfandsysteme getestet. Wichtiger Teil des Projektes ist außerdem, dass man sowohl von den Mitarbeitern des Immobilienunternehmens als auch von den Gastronomen kontinuierlich Feedback einholt. Man hofft außerdem bei allen Beteiligten ein gesteigertes Bewusstsein dafür zu schaffen, dass sich die riesigen Mengen an Abfall die durch die Verwendung von Einwegverpackungen entstehen, vermeiden lassen.

In Wien gibt es übrigens einige Restaurants, die schon seit längerem mit Mehrweggeschirr und Pfandsystemen arbeiten, um ihr Essen zum Mitnehmen anbieten zu können, ohne dabei große Mengen an Mist zu produzieren. Bei SpoonFood in der Schottengasse wird in Gläser abgefüllt, für die man Pfand bezahlt. Auch bei Rex-Eat ist der Name Programm, wer hier bestellt, bekommt alles im Rexglas geliefert. In diesen Gläsern kann das Essen dann auch sowohl in der Mikrowelle als auch im Backrohr aufgewärmt werden.


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Bild: Pexels

 

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