Fotocredits: Shutterstock/ PHOTO FUN
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Kaum ein Haushalt hat sie noch nicht erlebt: Motten und Mottenlarven zwischen den Vorräten. Keine Panik – man wird sie wieder los, auch ohne Gift.

Lebensmittelmotten in der Keksdose oder zwischen den Müsliflocken – ein Anblick, auf den man gerne verzichtet. Die Motten – es sind in Wirklichkeit nicht eine, sondern zahlreiche verschiedene Mottenfamilien, die unter dem Begriff „Lebensmittelmotten“ subsummiert werden – lieben kohlehydrathaltige Nahrung. In den Haushalt kommen sie im Regelfall mit dem Einkauf.

Offen an der Luft stehende oder auch mit handelsüblichen Papiersäcken, Karton oder dünner Plastikfolie verpackte Getreideprodukte, Nudeln, Nüsse, Kuchen oder Kekse sind für die Motten interessant. Dort legen sie ihre Eier; 500 Stück pro Weibchen. Sie kommen auch zwischen Hülsenfrüchten wie Bohnen und Erbsen, Sonnenblumenkernen, Dörrobst, Dörrgemüse, Pilzen, Gewürzen, Trockenmilch, Soja, Kakao, Schokolade, Trockensuppen oder Trockentiernahrung vor.

Die Larven fressen sich satt und häuten sich mehrmals; dabei hinterlassen sie auffällige Gespinste und Kot. Schließlich ziehen sie sich in Ritzen und Löcher zurück, um sich zu verpuppen. Geschlüpfte Motten fressen nicht mehr. Sie leben nur noch etwas über eine Woche; diese Zeit nutzen sie zur Paarung und zum Eierlegen.

Motten bekämpfen

Sichtbare Alarmzeichen sind entweder die in der Küche oder der Vorratskammer herumflatternden Motten selbst oder die feinen Gespinste, die an Lebensmitteln und Verpackungen hängen.

Wenn Sie diese Gespinste oder die Motten entdecken, ist der Schaden schon geschehen. Jetzt gilt es, das gesamte Küchenkastl auszuräumen und genau zu untersuchen. Kohlehydrathaltige Speisen sollten luftdicht verpackt werden. Dazu bieten sich Vorratsgläser an, aber auch Plastikbehälter erfüllen den Zweck.

Kein Gift!

Die Chemiekeule gegen die Motten einzusetzen, empfiehlt sich nicht. Immerhin geht es um Lebensmittel.

Gefundene Larven lassen sich leicht einsammeln und entfernen. Nun saugen Sie das befallene Vorratsregal gründlich und wischen es mit Essigwasser aus. (Mit Wasser allein auswischen hilft nichts, die Motten mögen die Feuchtigkeit!) Scheinbar saubere Lebensmittel, die aber möglicherweise Eier beherbergen könnten, legen Sie einige Tage ins Tiefkühlfach, dann drohen von daher keine unliebsamen Überraschungen mehr.
In der Folge sollte die Küche noch wöchentlich überprüft und die verdächtigen Regale wieder mit Essigwasser ausgewaschen werden – sicher ist sicher.

Auch Motten wollen leben

Auch wenn er nicht auf allzu viel Begeisterung stößt, einigen Aufwand verlangt und auch zu einer sehr harten natürlichen Auslese unter den Motten führt: Es gibt den Ansatz, die Tiere lebendig aus dem Haushalt zu entfernen. Zu diesem Zweck werden die Larven beim Einsammeln nicht getötet, sondern ins Freie gebracht, ebenso wie befallene Speisen (soweit sie für Vögel und andere Tiere genießbar sind!)

Mit absichtlich frei stehenden Leckerbissen werden die Motten im Haus animiert, ihre Eier in eine dazu ausersehene Schüssel zu legen – die wird täglich entleert und frisch befüllt.

Natürliche Abschreckung

Ein bis zwei Lorbeerblätter, etwas Lavendel oder Pfefferminze im Lebensmittelschrank halten die Motten vom für die Menschen reservierten Essen fern.
Der natürliche Feind der Motten – die Schlupfwespe – sollte lieber auch draußen bleiben.

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