Zehn Windkraft- und elf Solarkraftwerke sollen im Fukushima bis 2024 fertig gestellt sein. / Foto: © Erich Westendarp / Pixabay (Symbolbild)
Zehn Windkraft- und elf Solarkraftwerke sollen im Fukushima bis 2024 fertig gestellt sein. / Foto: © Erich Westendarp / Pixabay (Symbolbild)
Fukushima ist vor allem für die Atomkatastrophe aus dem Jahr 2011 bekannt. Die durch den nuklearen Unfall landwirtschaftlich nicht mehr nutzbaren Flächen sollen nun Platz für den Bau neuer Ökostromanlagen bieten.

Im März werden es ganze neun Jahre, die es mittlerweile her ist, dass die Atomkatastrophe in Fukushima die Welt in Atem gehalten hat. Die durch ein Seebeben vor der japanischen Küste ausgelöste Unfallserie im Kernkraftwerk Fukushima Daiichi gilt als Katastrophe der höchsten Stufe auf der internationalen Bewertungsskala für Nuklearereignisse, die nicht ohne Folgen geblieben ist: Ärzteorganisationen erwarten über 16.000 zusätzliche Krebserkrankte in Japan und das Land ist gezeichnet von verseuchten Wäldern sowie Gewässern und völlig ausgestorbenen Evakuierungszonen.

Atomkatastrophe hat in Fukushima verwüstete Flächen hinterlassen

Das Erdbeben sowie die Atomkatastrophe haben in der Region verwüstete landwirtschaftliche Flächen hinterlassen. Und eben jene Bereiche sollen jetzt genutzt werden, um Japan mit nachhaltigem Strom zu versorgen. Anstatt auf neue Atomkraftwerke zu setzen soll nun ein Solar- und Windpark auf den nicht mehr zu bewirtschaftenden Gebieten entstehen. Die Rede ist von elf Solarkraftwerken und zehn Windkraftanlagen. Fertig gestellt sollen die Anlagen zur Erzeugung erneuerbarer Energie bis zum Jahr 2024 sein. Man schätzt die Kosten des Ökostrom-Projekts derzeit auf umgerechnet knapp 2,5 Milliarden Euro. 

Fukushima will sich bis 2040 zur Gänze mit erneuerbarer Energie versorgen

Mit dieser Investition wird ein großes Ziel verfolgt: Fukushima hat sich nämlich vorgenommen, bis 2040 den Energiebedarf der Präfektur zu hundert Prozent aus nachhaltigen Quellen zu decken. Da Japan als sehr dicht besiedeltes Land zu betrachten ist, ist das Errichten großer Ökostromanlagen durchaus eine große Herausforderung. Selbst aufgelassene Golfplätze wurden in Japan daher bereits genutzt, um Solaranlagen zu bauen. Die anderweitig nicht mehr nutzbaren verstrahlten Wirtschaftsflächen nun zum Zweck der Errichtung nachhaltiger Wind- und Solaranlagen umzuwidmen, kann daher als gelungener Schritt in Richtung japanischer Energieunabhängigkeit gesehen werden.

Quellen: oekostrom.at, trendsderzukunft.de, pv-tech.org / Foto: © Erich Westendarp / Pixabay 


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