Fotocredit: Energieleben Redaktion
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Christoph Schneider ist Teamleiter bei Wien Energie und für die Wartung an regenerativen Erzeugungsanlagen verantwortlich.

Wir trafen ihn an einem sonnigen Tag beim Kraftwerk Donaustadt zum Video-Interview, wo in idyllischer Lage eine beeindruckende Photovoltaik-Anlage steht, die auch sehr gerne von Rehen und anderen Tieren besucht wird. Während Christoph von seinen Aufgaben erzählt, ist es nicht schwer seine Begeisterung zu spüren. Aber überzeuge dich gleich selbst:

Dir geht eine Frage nicht aus dem Kopf? Hier ist das Interview zur Nachlese:

 Welche Art von Energie-Anlagen betreuen Sie?

 Mein Team und ich betreuen die Photovoltaik-, Windkraft- und Wasserkraftanlagen der Wien Energie.

Wie sieht ein typischer Arbeitstag für Sie aus?

Ein typischer Arbeitstag von mir beginnt mit meinem Eintreffen im Kraftwerk Simmering, wo ich in meinem Büro einen Blick in unser Auftragsmanagement-System werfe, um zu sehen, ob neue Störmeldungen eingetroffen sind. Sollte dies nicht der Fall sein, bereite ich das Material und alle möglichen Werkzeuge für meine Mitarbeiter vor, damit sie am nächsten Tag ihre geplanten Tätigkeiten ausführen können.

Woher wissen Sie, dass eine Anlage gewartet werden muss?

Den Wartungsbedarf an unseren Anlagen muss man in zwei Kategorien unterteilen: Erstens die Kategorie Störungsbehebung. In diesem Fall werden wir von unserer Betriebsabteilung beauftragt, da diese die Anlagen permanent monitort und etwaige Störungen erkennt. Bei der Kategorie Wartungen: Die Wartungen werden von der Auftragsplanungsabteilung von uns geplant und in sogenannten Wartungsplänen hinterlegt. Diese Wartungspläne werden dann vom Auftragsmanagements-System automatisch ausgegeben und wir arbeiten sie zum geplanten oder gewählten Zeitpunkt ab.

Benötigen manche Anlagen mehr Aufmerksamkeit als andere?

Die Wartungsintensität unserer Anlagen ist von der Technologieform abhängig. Klar brauchen eine Windkraftanlage  oder ein Wasserkraftwerk mehr Wartungen als eine Photovoltaik-Anlage. Aber auch in diesen Technologien kann man sehr stark nach Standort unterscheiden. Wir betreiben zum Beispiel auch einen Windpark in sehr exponierter Lage auf einem Bergrücken und natürlich braucht dieser Windpark alleine durch Kälte oder starke Stürme, die dort auftreten, mehr Wartung als unsere anderen Winsparks hier im Flachland und im Osten Österreichs.

Wie kann man sich die Wartung von Windkraftanlagen vorstellen und worauf muss man besonders achten?

Die Wartung einer Windkraftanlage ist sehr komplex und man muss zwischen normalen Wartungstätigkeiten und gröberen Störungen unterscheiden. Die Aufgaben erstrecken sich von einfachen Tätigkeiten wie Schmiermittelstände nachfüllen oder Filtertausch im Hydrauliksystem, bis hin zu komplexen Störungsbehebungen in der elektrischen Anlage oder im mechanischen Bereich.

Fotocredit: Energieleben Redaktion
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Wir sind hier bei der Photovoltaik-Anlage im Kraftwerk Donaustadt. Wie viele Haushalte können dank ihr versorgt werden?

Die Photovoltaik-Anlage hat eine Leistung von ungefähr 500 kWp. Wenn man davon ausgeht, dass man auf Einfamilienhäuser normalerweise 5 kWP verbaut, kann man sagen, dass diese Anlage hier für 100 Einfamilienhäuser genügen würde.

Bemerken Sie ein steigendes Interesse an Erneuerbaren Energien?

Ich sehe auf jeden Fall ein steigendes Interesse an erneuerbaren Energien. Da dieses Thema ja auch im Bezug auf die Klimakrise gerade sehr im Fokus steht und die Erneuerbaren hier einen Lösungsansatz bieten, diese Krise vielleicht einzudämmen oder zu bewältigen.

Worauf sind Sie bei Ihrer Arbeit besonders stolz?

Ich bin stolz täglich meinen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten, indem ich darauf achte, dass unsere Kunden so gut als möglich mit erneuerbarer Energie versorgt werden.

 

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