In Zukunft müssen Gebäude selbst denken, miteinander kommunizieren und sich betriebsoptimieren können.

Die Nachfrage nach energieeffizienten Gebäuden steigt in ganz Europa. Das schwedische Unternehmen Jernhusen, das Bahnhöfe, Wartungsdepots und Kombiterminals im gesamten Land besitzt und betreibt, arbeitet am intelligenten Gebäude der Zukunft. Diese Gebäude sollen selbst denken und sich selbst optimieren, um möglichst effizient betreiben werden zu können. Ziel von Jernhusen ist es, den eigenen Energieverbrauch bis 2030 um die Hälfte zu senken.

Um dieses Ziel erreichen zu können, musste die Firma erst einmal ihre digitale Infrastruktur ausbauen. Dabei setzt man auf ein integriertes Steuerungssystem von Siemens, welches den Namen Desigo CC hat. Dank dieses Steuersystems können diverse Systeme in Gebäuden gleichzeitig gesteuert werden und es ermöglicht, dass diese Systeme untereinander kommunizieren und sich auf einander abstimmen. Zum Beispiel kann man mittels Analyse von Daten aus Zugangssystemen, Sensoren und Infrarotdetektoren den Energieverbrauch effizienter gestalten, da man Heizung, Lüftung, Beleuchtung an die tatsächliche Anwesenheit von Personen vor Ort anpassen kann. Auf diesem Wege erreicht man nicht nur mehr Effizienz, sondern auch Komfort und Sicherheit im Gebäude steigen.

Am Zentralbahnhof in Göteborg – einer der ältesten Stationen Schwedens – läuft bereits ein erfolgreiches Pilotprojekt in dem das neue Steuerungssystem getestet wird. Als man dieses System installierte, entdeckte man nämlich verschiedene Defekte an der Immobilie, wie etwa kaputte Ventile und Motoren und auch, dass einige Sensoren verschwunden waren. Das Steuersystem, welches man zuvor verwendete, hatte nicht die Kapazitäten diese Mängel zu entdecken. Nach dem man diese Mängel nun behoben hat, ist der Energieverbrauch im Göteborger Hauptbahnhof bereits deutlich gesunken. Bis zum Jahr 2025 will Jernhusen alle Schwedischen Bahnhöfe mit dem neuen Steuersystem ausstatten.


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Bild: David Castor, Wikimedia

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