„Klimaschonende Maßnahmen sind für mich ein wichtiger Teil sozialer Wohnbaupolitik“, sagt Wohnbaustadträtin Kathrin Gaal (links), hier mit Ulli Sima, Stadträtin für Umwelt und Wiener Stadtwerke am Gemeindebaudach in der Ameisbachzeile in Ottakring. Fotocredit: © PID/Christian Fürthner
„Klimaschonende Maßnahmen sind für mich ein wichtiger Teil sozialer Wohnbaupolitik“, sagt Wohnbaustadträtin Kathrin Gaal (links), hier mit Ulli Sima, Stadträtin für Umwelt und Wiener Stadtwerke am Gemeindebaudach in der Ameisbachzeile in Ottakring. Fotocredit: © PID/Christian Fürthner
Dass Wien Energie beim Vorantreiben der sauberen Energietrendwende immer wieder auf die Beteiligung der Gemeinschaft setzt, ist schon länger Teil der nachhaltigen Erfolgsstrategie des größten Energieversorgers des Landes. Aktuell beobachtet man das bei einem Gemeindebau in Ottakring.

Mitspracherecht und Beteiligung an großen Entscheidungen – das ist ein wesentlicher Teil des sozialen Miteinanders. Und je mehr Menschen sich für eine gute Sache einsetzen, desto schneller und nachhaltiger kann sie vorangetrieben werden. Kein Wunder also, dass vorausschauende Klimaschutz-Strategien immer auch einen Blick auf die Gemeinschaft und die Gesamtheit der Menschen werfen. Oder, um es mit den Worten von Wien Energie Geschäftsführer Michael Strebl auszudrücken: „Energiegemeinschaften sind ein ausgezeichneter Ansatz, um eine Bedürfnislage, die durch die Corona-Krise noch stärker geworden ist, zu unterstützen!“ Das betonte Strebl bereits diesen Sommer bei der Eröffnung der größte Solaranlage in Wien, die als solches Gemeinschafts-Solarkraftwerk konzipiert wurde. Mittels eines ausgeklügelten Einbindungsmodells in Form von extrem gefragten Gutscheinen konnten sich die Wienerinnen und Wiener an der Solaranlage auf dem Wasserbehälter Unterlaa und damit aktiv am Klimaschutz beteiligen. 

Mehr Sonnenstrom durch Gemeinschaftsprojekte

Doch jetzt gibt es weitere Neuigkeiten im Bereich von Sonnenstrom und Gemeinschaftsprojekten. Diese kommen aus Wien Ottakring, wo gerade die Planungsphase für eine neue Gemeinschafts-Photovoltaikanlage am Dach eines Gemeindebaus zu Ende ging, die kommenden Sommer in Betrieb genommen werden soll. In der Ameisbachzeile können die Bewohnerinnen und Bewohner in Zukunft quasi „hausgemachten“ Öko-Strom vom eigenen Dach beziehen. „Ich freue mich, dass künftig auch BewohnerInnen im Gemeindebau die Möglichkeit haben, ihren Sonnenstrom direkt vom eigenen Dach zu beziehen und dabei auch noch bares Geld zu sparen. Ein weiterer wichtiger Schritt am Weg zur Klimamusterstadt Wien!“, sagt dazu die Stadträtin für Umwelt Ulli Sima. 

Gemeindebau mit eigenem Öko-Kraftwerk

Dass das Konzept nicht nur die Umwelt sondern auch die eigenen Finanzen schone, betont an dieser Stelle auch Michael Strebl noch einmal: „Mit einer Gemeinschafts-Photovoltaikanlage können auch Bewohnerinnen und Bewohner von Mietwohnungen lokalen Sonnenstrom beziehen und etwa ein Drittel des Jahresstrombedarfs über das eigene Solarkraftwerk abdecken“, so der Geschäftsführer von Wien Energie, die derzeit insgesamt sechs Gemeinschafts-Solarkraftwerke betreibt und auch die Investitionskosten für die Photovoltaikanlage am Dach der Ameisbachzeile 119 – 123 trägt. Dort könnte die Anlage, je nach Anzahl der sich beteiligenden Bewohnerinnen und Bewohner, eine Gesamtleistung von 183 Kilowattpeak erreichen und damit bis zu 65.000 Kilo CO2 pro Jahr sparen. Insgesamt könnten durch das Öko-Kraftwerk die Bewohnerinnen und Bewohner von 160 Wohneinheiten von sauberem Sonnenstrom profitieren. 

Fotocredit: © PID/Christian Fürthner


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