Über den Dächern Wiens – 2019 war ein Photovoltaik-Rekordjahr für Wien Energie. Der Trend soll auch 2020 weitergehen. Fotocredit: © Wien Energie/Johannes Zinner
Über den Dächern Wiens – 2019 war ein Photovoltaik-Rekordjahr für Wien Energie. Der Trend soll auch 2020 weitergehen. Fotocredit: © Wien Energie/Johannes Zinner
Es gibt wohl kaum ein Unternehmen in Österreich, das nicht auf die ein oder andere Art von den drastischen Schutzmaßnahmen betroffen gewesen wäre, die im Frühjahr diesen Jahres ausgerufen wurden. Wie Wien Energie es trotzdem geschafft hat, sich neben der Aufrechterhaltung der Versorgungssicherheit weiterhin stark für den Umweltschutz einzusetzen, liest du hier.

Auch der größte Energieversorger Österreichs stand in diesen Wochen vor völlig unerwarteten, neuen und enormen Herausforderungen. Doch Wien Energie hat diese in ganz besonderem Maße gemeistert. Innerhalb kürzester Zeit war beispielsweise ein Teil der Belegschaft bereit, sich für die Aufrechterhaltung der Versorgungssicherheit freiwillig auf dem Unternehmensgelände in Isolation zu begeben. Wien Energie hatte hier als eines der ersten Unternehmen Firmenstandorte in fast schon behagliche Wohnmöglichkeiten auf Zeit verwandelt.  

Zukunftsinvestitionen in Umweltschutz

Trotz der plötzlich neu erforderlichen Maßnahmen lässt der Energieversorger jetzt auch wieder mit seinen Kernkompetenzen aufhorchen: Denn neben der Versorgungssicherheit investiert Wien Energie weiterhin stark in Klimaschutz und Elektromobilität. „Die Coronakrise wird auch an Wien Energie nicht spurlos vorübergehen. Der Blick in den Rückspiegel nützt dabei gar nichts“, fokussiert sich der Wien Energie Geschäftsführer Michael Strebl optimistisch auf die Zukunft. Nur Zukunftsinvestitionen in Versorgungssicherheit, Innovation und Klimaschutz würden das Unternehmen weiterbringen, führt er aus. 

In Zahlen bedeutet das, dass in den nächsten fünf Jahren über eine halbe Milliarde in Klimaschutz-Projekte investieren werden. Konkrete Pläne sind dabei der weitere Ausbau von Photovoltaik-Anlagen auf den Wiener Dächern – schon vergangenes Jahr hat Wien Energie so viel in Solardächer investiert, wie noch nie zuvor. 80 Millionen Euro werden außerdem in intelligente Kühllösungen investiert: Umweltfreundliche Fernkälte ist ein Teil der Strategie, mit der Wien Energie sowohl die heißer werdenden Sommer, als auch den Schutz unserer Umwelt im Blick hat. Und bis Ende des Jahres werde es außerdem insgesamt 1000 Ladepunkte für E-Autos in Wien geben, „um den „Umstieg auf saubere Elektromobilität“ für die Wiener zu ermöglichen, betont Strebl.

„Der Blick in den Rückspiegel nützt gar nichts“, so Geschäftsführer Michael Strebl. Wiener Stadtwerke / Ian Ehm  
„Der Blick in den Rückspiegel nützt gar nichts“, so Geschäftsführer Michael Strebl. Wiener Stadtwerke / Ian Ehm

Umsatzplus zeigt: Klimainvestitionen der richtige Weg 

Dass all diese anspruchsvollen Ziele trotz leicht reduziertem Personalstand selbst in der aktuellen Krisensituation realisierbar sind, liegt vor allem auch an der wirtschaftlichen Gesamtleistung von Wien Energie. Die Ergebnisse des Vorjahres, die erstmals auch nach IFRS (International Financial Reporting Standards) durchgeführt wurden, zeigen nämlich deutlich, dass die zukunftsweisenden und nachhaltigen Energie-Strategien von Wien Energie die richtigen sind: Der Umsatz 2019 hat sich im Vergleich zum Vorjahr um 17 Prozent gesteigert: Das bedeutet, dass Wien Energie insgesamt 61 Millionen mehr umgesetzt hat als 2018. So kommt das Unternehmen auf einen Jahresumsatz von über 200 Millionen – kein Wunder, dass dies Motivation genug ist, die eigene wirtschaftliche Kraft weiterhin für unsere Umwelt und für Nachhaltigkeit einzusetzen. 

Fotos: © Wien Energie/Johannes Zinner, Wiener Stadtwerke/Ian Ehm


Mehr über Energiepolitik

Die Kategorie Energiepolitik umfasst internationale Entwicklungen und Verbesserungen, um erneuerbare Energien zu fördern, Strom zu sparen und die Umwelt zu schützen. Mit folgenden Links gelangst du der Reihe nach zu mehr Artikel in diesem Themenbereich für Einsteiger bis zu Profis.