Innerhalb kürzester Zeit wurden aus Besprechungsräumen vollwertige Schlafsäle für die freiwillig isolierten Wien Energie Mitarbeiter, um die Energieversorgung in Wien zu sichern. Foto: © Wien Energie
Innerhalb kürzester Zeit wurden aus Besprechungsräumen vollwertige Schlafsäle für die freiwillig isolierten Wien Energie Mitarbeiter, um die Energieversorgung in Wien zu sichern. Foto: © Wien Energie
Selbstlos, beeindruckend, verantwortungsvoll, vorausschauend, großartig – es fehlen ein wenig die richtigen Worte, wenn man auf die 53 Mitarbeiter schaut, die sich freiwillig gemeinsam in Quarantäne begeben haben, um auch in diesen Krisenzeiten die Energieversorgung in unserer Stadt aufrecht zu erhalten.

Mit diesem Echo hätten die selbstlosen Wien Energie-Mitarbeiter wohl niemals gerechnet: Das Facebook-Posting, in dem vor wenigen Tagen verkündet wurde, dass sich 53 – für die Aufrechterhaltung der städtischen Versorgung verantwortliche – Menschen bei Wien Energie freiwillig in Isolation begeben, ist das am meisten beachtete Posting des Energieversorgers schlechthin: Über 2500 Menschen haben das gut 9.000 Likes zählende Posting mit unzähligen Kommentaren alleine auf Facebook geteilt. Promis aus Politik, Medien und Sport verbreiten die Nachricht auf Twitter und nicht nur heimische große Medien wie der ORF,  Kronen Zeitung, Die Presse und Salzburger Nachrichten berichten über die beeindruckende Maßnahme. Auch internationale Berichterstatter wie die deutschen Zeitungen Süddeutsche und der Tagesspiegel sowie das Nachrichtenunternehmen Bloomberg mit Hauptsitz in New York City oder die spanische Tageszeitung La Vanguardia greifen die großartige Nachricht über die Grenzen des Landes hinweg auf. 

„Quarantäne, um euch weiterhin mit Energie zu versorgen“

Dabei zeigt sich deutlich: Ruhm und Ehre sind es nicht, die die freiwilligen Wien Energie-Mitarbeiter sich mit ihrer selbstlosen Aktion erwartet haben. Viel eher geht es den Menschen, die sich nun teils von ihren Familien separiert haben, um unsere Energieversorgung aufrecht zu erhalten, um ein gemeinsames, wesentliches Ziel: „Wir begeben uns für euch in Quarantäne. Ich mach mit, weil wir als Wien Energie einfach für die Stadt da sein müssen. Deswegen versorgen wir euch weiterhin mit Energie“, fasst der 31-jährige Martin seinen Beweggrund zusammen. Mit ihm im Team in der innerhalb kürzester Zeit aufgebauten Unterkunft auf dem Gelände der Müllverbrennungsanlage Flötzersteig sind noch fünf weitere Kollegen. Einer davon ist Steven. Er hat seine Lehre bei Wien Energie gemacht und zeigt sich vom Zusammenhalt im Unternehmen begeistert: „Das ist im Moment eine wirklich einzigartige Chance und ich find es beeindruckend, was Wien Energie in so kurzer Zeit auf die Beine stellen kann, wenn alle an einem Strang ziehen“, so der 24-Jährige, der jetzt hofft,  „dass wir die Krise alle gemeinsam schnell bewältigen und dass das nie wieder vorkommt danach.“

Das Quarantäne Team beim Kraftwerk Simmering, zu dem auch der 55-jährige Schichtmeister Karl Ondracek (vorne, dritter von rechts) gehört, für den diese Aufgabe „eine Selbstverständlichkeit“ ist. Foto: © Wien Energie
Das Quarantäne Team beim Kraftwerk Simmering, zu dem auch der 55-jährige Schichtmeister Karl Ondracek (vorne, dritter von rechts) gehört, für den diese Aufgabe „eine Selbstverständlichkeit“ ist. Foto: © Wien Energie

Rasche Umsetzung notwendiger Quarantänemaßnahmen

Die Teammitglieder, die vor ihrem Einzug in die Isolierstationen medizinisch getestet wurden, verteilen sich neben der Müllverbrennungsanlage am Flötzersteig auch auf die Spittelau, die Simmeringer Heide und das Kraftwerk Simmering. An diesen Standorten wurden Container aufgestellt, welche die provisorische Kraftwerkssteuerungen ermöglichen. Innerhalb kürzester Zeit wurden von dem Energieversorgungsunternehmen die Besprechungszimmer zu Schlafsälen mit mehreren Betten umgebaut. Auch an Kücheneinrichtungen, Waschmaschinen und sogar an psychologische Betreuung wurde gedacht, damit in Wien die Versorgung mit Licht, Heizung und warmem Wasser jederzeit gewährleistet ist. „Für mich ist es eine Selbstverständlichkeit, diesen besonderen Dienst anzutreten. Gemeinsam werden wir das schaffen!“, ist sich Schichtmeister Karl Ondracek sicher. Der Familienvater und Ehemann, der seit 35 seinen Dienst für Wien Energie versieht, ist derzeit im Kraftwerk Simmering stationiert. Wir hingegen finden das alles andere als selbstverständlich und sagen daher aus tiefstem Herzen: Danke, dass ihr unter diesen herausfordernden Bedingungen für uns da seid!

Quelle: blog.wienenergie.at / Fotos: © Wien Energie


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