Im letzten Jahrzehnt sind die Verkaufszahlen von SUVs enorm gestiegen, mit ihnen leider auch die Treibhausgasemissionen.

Während die Verkaufszahlen von Autos, die mit fossilen Brennstoffen betrieben werden in den letzten Jahren gesunken sind, erfreuen sich Elektroautos immer größerer Beliebtheit. Doch gleichzeitig sticht eine Fahrzeuggruppe aus dieser Statistik heraus: SUVs. Diese Fahrzeugkategorie hat auf Grund ihrer Größe einen relativ hohen Brennstoffverbrauch, dennoch sind die Verkaufszahlen in den letzten zehn Jahren enorm angestiegen, wie eine Analyse der Internationalen Energie Agentur (IEA) zeigt.

Die Anzahl der SUV die weltweit auf den Straßen unterwegs sind, beträgt heute rund 200 Millionen. Im Jahr 2010 waren es erst 35 Millionen. In den USA sind etwa die Hälfte aller Autos, die verkauft werden, SUVs, in Europa machen sie etwa ein Drittel aus. Gestiegen ist der Anteil an Fahrzeugen dieser Klasse aber auch in China, Indien und Südafrika. In Österreich war 2018 jeder dritte Neuwagen ein SUV.  Global betrachtet sind etwa 40 Prozent aller Neuwägen SUVs, während es vor zehn Jahren nur 20 Prozent waren.

Diese großen, schweren Fahrzeuge benötigen im Durchschnitt 25 Prozent mehr Energie als ein mittelgroßer PKW. Die IEA zeigt in ihrem Bericht auf, dass die durch SUVs gestiegene Nachfrage nach Öl höher ist, als die Senkung, die durch den gestiegenen Verkauf energieeffizienter Autos und E-Autos erzielt wird. Das bedeutet also, dass die Nachfrage nach Öl steigt, obwohl immer mehr Elektro- und energieeffiziente Hybridautos verkauft werden.

Aus der Analyse der IEA geht auch deutlich hervor, dass SUVs, gleich hinter dem Energieproduktionssektor, die zweitgrößten Verantwortlichen für den Anstieg der CO2 Emissionen sind. Die hohe Anzahl an SUVs auf den Straßen verursacht mehr Kohlendioxidemissionen als die Schwerindustrie, Lastwägen, Flugzeuge oder die internationale Seefahrt.  Steigt die Nachfrage nach SUVs weiterhin in diesem Takt an, sind die Prognosen düster. Heute benötigt dies Art von Fahrzeugen 3,3 Millionen Tonnen Öl pro Tag, bis 2040 werden dann weitere 2 Millionen Tonnen täglich hinzukommen.


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Bild: Unsplash

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