Toyota hat als erster Hersteller ein Serienauto mit Brennstoffzellen-Antrieb auf den Markt gebracht.

Die Patente für die Technologie hat das japanische Autounternehmen gleich mit freigegeben. Seit vielen Jahren wird an einem Brennstoffzellen-Antrieb geforscht. Mit dem Toyota Mirai ist nun das erste Serienauto auf dem Markt, in dem eine Brennstoffzelle Strom für einen Elektromotor erzeugt und nichts anderes ausstößt als reinen Wasserdampf. Obwohl Toyota viel Geld in die Entwicklung des Antriebs gesteckt hat, war das Unternehmen nicht vollends vom Erfolg des Mirai überzeugt. Lediglich 400 Stück wollten die Japaner im Jahr 2015 produzieren. Die Nachfrage fällt jedoch höher aus als erwartet und so hat Toyota ein höheres Produktionsvolumen angekündigt. Im laufenden Jahr sollen 700 Mirai gefertigt werden, 2016 sollen bereits 2.000 Stück, ein Jahr später 3.000 Fahrzeuge vom Band laufen.

Der Rest der Branche ist skeptisch und setzt den Schwerpunkt auf selbstfahrende und vernetzte Autos. Tesla steht vor einem ähnlichen Problem wie Toyota, es fehlt die Konkurrenz, die an derselben Technologie forscht und die Kosten für die Entwicklung unter vielen aufteilen würde. Während Tesla voll auf akkubetriebene Elektroautos setzt, glaubt Toyota an die Brennstoffzellen. Die Vorstellungen über die Mobilität der Zukunft zwischen den beiden Unternehmen mögen unterschiedlich sein, die strategische Vorgehensweisen sind aber ähnlich: So wie Tesla https://www.energieleben.at/tesla-patente-fur-alle/ hat Toyota einen Großteil seiner Patente freigegeben. Insgesamt 5.680 Patente stellt Toyota zur freien Verfügung. Die Konkurrenz kann diese in den kommenden fünf Jahren kostenlos nutzen, die 170 Patente für die Nachfüllstationen stehen sogar unbegrenzt zur Verfügung.

Die Gründe dafür liegen auf der Hand: Elektro- und Brennstoffzellenautos sind im Vergleich zu herkömmlichen Autos deutlich teurer, das für den Betrieb der Fahrzeuge notwendige Tank- und Ladesäulennetz ist noch im Aufbau. Deshalb kommen Elektroautos erst auf geringe Marktanteile, bei Brennstoffzellenautos kann man noch nicht von einem Markt sprechen. Deshalb bietet Toyota den Mirai-Käufern mehrere Vergünstigungen an:

1. Freier Treibstoff, drei Jahre lang. Die zwei Wasserstofftanks des Mirai können rund fünf Kilogramm hochverdichteten Wasserstoff aufnehmen. Die Brennstoffzelle gewinnt daraus und aus dem Sauerstoff der Umgebungsluft Strom, der den 154 PS starken Elektromotor antreibt.

2. Eine kostenlose Miete eines anderen Toyota-Modells für eine Woche pro Jahr. Die Reichweite des Mirai liegt bei rund 480 km. Wem das nicht genügt, kann eine Woche lang gratis so lange in einem Stück Autofahren wie er oder sie will.

3. Kostenloses Service für drei Jahre.

Der Verkaufspreis des Toyota Mirai wird stark vom jeweiligen Land und dessen Subventionen abhängen. In den USA wird der Mirai für umgerechnet 46.000 Euro angeboten, die Förderungen betragen dabei rund 10.000 Euro.

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