Viele haben den Desktop-PC durch einen Laptop ersetzt. Der Laptop wird dadurch zu Hause oder im Büro sehr viel im Netzbetrieb genutzt. Wem die Lebensdauer des Akkus wichtig ist, sollte genau das vermeiden.

Wer möglichst lange auf den Kauf eines neuen Laptop-Akkus verzichten will, sollte folgende Grundregel befolgen: Ladet niemals bis zu einem Stand von 100 Prozent. Idealerweise lädt man den Akku bis ungefähr 80 Prozent, zieht das Stromkabel heraus und entlädt bis zu einem Stand von 40 Prozent. Danach kann wieder geladen werden. Ein solches Vorgehen verlängert die Lebensdauer des Akkus, in manchen Fällen um das Vierfache.

Ursache dafür ist die Konstruktion der Lithium-Polymer-Akkus. Jede Zelle wird dabei mit elektrischer Spannung geladen. Mit höherem Ladestand steigt auch das Spannungsniveau in den Zellen. Je mehr Spannung die Zellen speichern müssen, desto stärker werden sie beansprucht. Eine höhere Beanspruchung führt wiederum zu weniger möglichen Ladezyklen.

Battery University behauptet, dass ein stets bis zu 100 Prozent geladener Akku lediglich 300 bis 500 Ladezyklen halten wird. Dagegen wird ein Akku, der bis zu einem Stand von etwa 70 Prozent geladen wird, eine Lebensdauer von 1.200 bis 2.000 Ladezyklen aufweisen kann. Konstante Stromzufuhr ist aber nicht der einzige zu vermeidende Faktor. Denn während Akkus zwar graduell abbauen, beschleunigen hohe Temperaturen diesen Prozess. Trotz des Namens sollte der Laptop also nicht auf dem Schoß platziert sein.

Soweit die Theorie: Der Gefahr hoher Temperaturen ist relativ leicht beizukommen. Den Ladestand beständig zwischen 40 und 80 Prozent zu halten, ist in der Praxis weniger einfach. Ob Arbeit oder Spiel, wer will schon ständig den Ladestand im Auge behalten. Idealerweise würde ein Laptop bis zu einem Standard von 80 Prozent und mit einem Knopfdruck vor einer Reise den Akku vollständig laden. So einen Knopf gibt es bisher aber nicht und auch keine App, die den Ladestand überwacht und bei 40 bzw. 80 Prozent alarmiert.

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