Pflanzen anbauen Mitten in der Stadt? Urban Farming wird immer beliebter – Foto: © Markus Spiske / pixabay.com
Pflanzen anbauen Mitten in der Stadt? Urban Farming wird immer beliebter – Foto: © Markus Spiske / pixabay.com
Urby bietet alles, was sich die Millennials nur wünschen können: Ein hippes Wohnkonzept samt Urban Farming in New York, das urbanen Lebensstil mit dem Bedürfnis nach Natur mitten in der Stadt verbindet.

Er gilt ein wenig als vergessen: Der südlichste Bezirk von New York City. Dem etwas verstaubten Vorstadtcharakter von Staten Island wirkt jedoch das Konzept von „Urby“ entgegen. Denn in dem von Urby entwickelten Apartment-Konzept findet sich alles, was das Millennial-Herz bezüglich Wohnraum höher schlagen lässt.

Urban Farming als Beitrag zur Community

Besonders hervorzuheben ist dabei vor allem der städtische Bauernhof, der sich inmitten des 571 Wohneinheiten umfassenden Apartmentkomplexes befindet. Betrieben wird er von der Vereinigung Rabbit’s Garden, die hier mit regenerativen und nachhaltigen Methoden Gemüse, Kräuter und Blumen anbauen. Die Ernte wird dann an Community-Mitglieder ebenso verkauft wie an Großhandelskunden. Und auch für die Bewohner der Urby-Apartments bleibt von der grünen Vielfalt noch etwas übrig.

Ins Leben gerufen wurde das Anbauprojekt von Olivia Gamber. Sie ist seit knapp zehn Jahren in der städtischen Landwirtschaft tätig. Die studierte Umweltwissenschafterin hat es sich zum Ziel gesetzt, den umweltfreundlichen Anbau mit Menschlichkeit zu verbinden. So startete sie bereits ein Resozialisierungsprojekt, bei dem sie ehemaligen weibliche Häftlinge die Chance gab, beim gemeinsamen Garteln in der Stadt wieder Teil des alltäglichen Lebens und des gesellschaftlichen Miteinanders zu werden. Gesellschaft und Gemeinschaft sind dabei der inhaltliche Fokus, der neben nachhaltigem Anbau sowohl von Rabbit’s Garden als auch von Urby auf das Wohnkonzept gelegt wird. 

Workshops, die über Urban Farming hinaus gehen

So bietet das Gartenteam Workshops zu Themen wie Kochen, Kompostierung und Nachhaltigkeit an. Die Urby-Bewohner haben dabei z. B. die Möglichkeit, ihre eigenen Mahlzeiten mit den Zutaten aus dem Gartenkomplex zuzubereiten. Nachbarschaft wird hier sowieso groß geschrieben: W-LAN auch im Garten soll dafür sorgen, dass die Bewohner in Verbindung bleiben – während sie in den Innenhöfen des Komplexes, die mit vielen gemütlichen Rückzugs- und Gemeinschaftsaufenthaltsorten ausgestattet sind, gemeinsam entspannen und soziale Interaktion offline gestalten können. 

Gemüse aus dem eigenen Garten im urbanen Bereich? Das gibt's auch in Wien – Foto: © Markus Spiske / pixabay.com
Gemüse aus dem eigenen Garten im urbanen Bereich? Das gibt’s auch in Wien – Foto: © Markus Spiske / pixabay.com

Urban Farming auch in Wien

Übrigens: Gemeinsames Garteln im städtischen Bereich ist nicht nur Trend in Übersee. Auch in Wien gibt es zahlreiche Projekte, bei denen du Teil der Urban Gardening Bewegung werden kannst. Neben Nachbarschaftsgärten gibt es in unserer Stadt auch Selbsternteflächen. Die Bioforschung Austria bietet einen breiten Überblick über die Möglichkeiten in Wien für alle, die auch in der Stadt garteln wollen. Mehr dazu gibt’s hier.

Quellen: urbystatenisland.com, inhabitat.com / Fotos: ©


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