Der Einsatz von Vakuum ist eine relativ neue Art der Gebäudedämmung. Die Dämmwerte liegen dabei rund fünf Mal so hoch als beim Einsatz herkömmlicher Dämmstoffe.

Bei Häusern bislang selten eingesetzt, spielt die Vakuumdämmung im Bereich der Fernwärme eine entscheidende Rolle.

Das Prinzip der Thermoskanne ist bekannt. Ein doppelwandiges Gefäß isoliert thermisch besser, wenn der Raum zwischen medienberührter und äußerer Wand evakuiert ist. Dadurch wird die Wärmeleitung der Gasmoleküle verhindert. Dieses Prinzip kommt bei Dewargefäßen und auch bei Vakuumdämmplatten zum Einsatz.

Die Paneele bestehen aus einer Kernplatte und einer mehrlagigen Hüllfolie. Die Kernplatte wird aus pyrogener Kieselsäure gepresst, die unter Aufbau eines Vakuums mit der Hüllfolie luftdicht umschlossen wird. Die extrem dünnen Paneele werden eingesetzt, wenn die Wandstärke von Häusern verringert werden soll oder bei Sanierungen, bei denen das Erscheinungsbild nicht verändert werden soll. Im Wien Energie Haus in der Wiener Mariahilferstrasse 63 kann man so ein Vakuummodul in Natura sehen.

Die Dämmwerte der Vakuumpaneele sind rund fünf Mal so hoch als jene herkömmlicher Dämmstoffe. Bei der thermischen Isolierung wird diese Methode allerdings selten eingesetzt.

Der Gebrauch der Paneele muss sorgfältig geplant werden, da sie nachträglich nicht mehr zugeschnitten werden können. Wird die Schutzhülle beschädigt, sind die Paneele unbrauchbar und die hohe Wärmeleitfähigkeit im Randbereich der Platten ist ein zusätzliches Problem. Beliebter ist der Einsatz der Vakuumwärmedämmung bei der Fernwärme. Dabei wird das Vakuum zwischen Stahlmantelrohren bei sehr hohen Temperaturen zur Unterbindung von Konvektion benutzt.

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