Photocredit: pixabay.com/Engin_Akyurt
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Was ist notwendig, um tiefe Verbindung zwischen Menschen herzustellen? Was bedeutet Verletzlichkeit? Und wozu brauchen wir all das überhaupt?

Inspiriert durch die Forschungsergebnisse von Verletzlichkeitsforscherin Brené Brown und ihre zwei Auftritte auf TED Konferenzen, bin ich diesem Thema über die Jahre tief in den Kaninchenbau hinein gefolgt. Ihre Forschung zeigt auf, dass wenn wir uns verletzlich zeigen und uns mit unseren Herausforderungen nicht verstecken, dass wir dadurch tiefere Verbindungen zu anderen Menschen aufbauen. Viele von uns erschaffen jedoch Distanz zu anderen, aufgrund von Scham und dem damit verbundenen Verstecken der eigenen Emotionen.

Dieses Verdrängen hat jedoch gravierende Folgen, inklusive Dominoeffekt.

Auswirkung von Trennung

Die über Jahre und Jahrzehnte gesammelten Forschungsergebnisse zeigen auf, dass ein nicht unwesentlicher Teil unseres Konsums auf Emotionen zurückzuführen ist, die wir nicht fühlen wollen. Das geht von diversen stimmungsaufhellenden Medikamenten, über Alkohol und Drogen bis hin zum Zucker oder sonstigem Junkfood. Aber auch die Sucht zum Horten oder generell zum Einkaufen von Dingen die wir nicht brauchen, ist eine Folge von Emotionen wie etwa der Unsicherheit oder dem Gefühl, nicht gut genug zu sein.

Für viele von uns ist es schwer, uns zu öffnen, uns einzugestehen, dass es uns nicht gut geht, und um Hilfe zu bitten. - Photocredit: pixabay.com/rebcenter-moscow
Für viele von uns ist es schwer, uns zu öffnen, uns einzugestehen, dass es uns nicht gut geht, und um Hilfe zu bitten. – Photocredit: pixabay.com/rebcenter-moscow

Aspekte der Nachhaltigkeit

Wenn wir uns diese verdrängten Emotionen wieder ansehen, und lernen, damit umzugehen, müssen wir uns nicht mehr so stark mit Konsum ablenken. Konsum speziell von Produkten, die wir entweder nicht brauchen, oder die aus vielen chemischen Zusätzen, oder aus unfair gehandelten Rohstoffen bestehen.

Dieses Verdrängen von Emotionen anstatt von Annehmen und Fühlen von Verletzlichkeit ist daher ein wesentlicher Faktor von überhöhtem, sowie nicht nachhaltigem Konsumverhalten. Wenn wir also die Wurzel des Problems beheben – Stärken von zwischenmenschlichen Beziehungen – könnte dies eine positive Auswirkung nicht nur auf unser Wohlbefinden, sondern auch auf das Wohlbefinden des ganzen Planeten haben.

Dies ist sehr einfach dahingesagt, die Umsetzung jedoch wesentlich schwerer.

Oft wird der Grundstein für wirklich tiefen Beziehungen bereits in der Kindheit gelegt. - Photocredit: pixabay.com/florentiabuckingham
Oft wird der Grundstein für wirklich tiefen Beziehungen bereits in der Kindheit gelegt. – Photocredit: pixabay.com/florentiabuckingham

Basis für Verbindung

Was braucht es, um wirklich eine Verbindung zwischen zwei Menschen, oder auch zwischen Menschen und anderen Lebewesen herzustellen?

Beziehungen und Verbindung zu anderen Lebewesen basiert auf mehreren Aspekten, auf die ich hier nicht alle eingehen werde. Aber – wie bereits erwähnt – kann das Fühlen von Scham und anderen Emotionen, und das Zeigen von Verletzlichkeit ein guter Schritt in die richtige Richtung sein. Dadurch zeigen wir, dass wir menschlich sind. Zeigen wir, wer wir wirklich sind, anstatt eine Fassade aufrecht zu erhalten. Dann können wir speziell Herausforderungen und Probleme von anderen gut nachvollziehen, weil wir sie meist auch in unterschiedlichen Formen kennen. Dadurch bekommen wir das Gefühl der Gemeinsamkeit: Die andere ist genau wie ich. Das schafft ein Gefühl von Verbindung.

Dinge gemeinsam zu unternehmen und gemeinsam durch Höhen und Tiefen gehen schweißt ganz besonders zusammen. - Photocredit: pixabay.com/GLady
Dinge gemeinsam zu unternehmen und gemeinsam durch Höhen und Tiefen gehen schweißt ganz besonders zusammen. – Photocredit: pixabay.com/GLady

Fazit

Nachhaltigkeit bedeutet für mich, auf viele Generationen in die Zukunft hinein eine Welt zu schaffen, die Lebenswert ist. Und das beinhaltet nicht nur saubere Luft, sauberes Wasser und lebendige und vielfältige Erde und Lebewesen. Es bedeutet auch Lebensfreude. Und die kommt, wenn wir uns zu anderen zugehörig und verbunden fühlen.

Ja, es ist oft beängstigend, einen Fehler einzugestehen, oder sich zu Erlebnissen die schmerzhaft waren zu öffnen und zu zeigen. Aber es ist der einzige Weg zu wirklicher, tiefer Beziehung, Verbundenheit und Gemeinschaftsgefühl.

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