Was sich so alles in der Stadt an Wildtieren herumtreibt…

Oft haben wir die Assoziation, dass in der Stadt keine oder wenig Wildnis zu finden ist, und wir daher auch keine Wildtiere dort beobachten können. Dieser Gedanke zeigt aber lediglich, wie geschickt die Tiere in der freien Wildbahn sind, sich zu verstecken, bzw. wir unsere Beobachtung nicht darauf geschult haben. Mehrere Berichte zeigen, dass in vielen großen Städten, und eben auch in Wien so einiges mehr los ist, als wir glauben. Natürlich können wir einige Vögel und auch einige Vogelarten hören oder sehen, und vielleicht sehen wir sogar mal ein Eichhörnchen in einem Park. Aber was können wir noch finden, wenn wir wissen, wo und wie wir suchen müssen?

Wer ist unterwegs?

Die häufigsten Berichte von Wildtieren in der Stadt sind wohl die Rehe am Zentralfriedhof. Aber sie sind nicht die Einzigen, die unterwegs sind. Es gibt auch Berichte von Füchsen, die sich in den westlichen Randgebieten von Wien immer weiter in die Stadt wagen. Außerdem können wir Wildschweine, Dachse und Marder finden.

Wo finden wir sie?

Die Plattform StadtWildTiere sammelt Informationen darüber, wo welche Tiere im urbanen Bereich gesichtet wurden. Sie zeigt etwa wenig überraschend auf, dass Wildtiere in den größeren Grünbereichen speziell an den Randgebieten der Stadt gesichtet wurden. So gibt es etwa eine erhöhte Anzahl an Sichtungen am Zentralfriedhof, Baumgartner Höhe und Prater.

Es zeigt aber auch, dass sich z.B. mehrmals Rehe ganz schön weit in die Innenstadt – etwa in den Stadtpark – getraut haben.

Rehe sind sehr scheu, und normalerweise hauptsächlich in der Morgen- und Abend-Dämmerung anzutreffen. – Photocredit: pixabay.com/webandi

Wann sind sie unterwegs?

Wann die Tiere unterwegs sind hängt natürlich stark von der Art ab. Die besten Chancen sind jedoch für die meisten Wildtiere die frühen Morgen- oder Abendstunden, oder auch die Nacht. Tagsüber verstecken sie sich meist.

Was ist zu beachten?

Wenn wir Wildtiere beobachten wollen – egal ob in der Stadt oder im Wald – brauchen wir möglicherweise einiges an Geduld. Die meisten Tiere in der freien Wildbahn wollen ja eher unentdeckt bleiben, weil das ihr Überleben sichert.

Um sie am wenigsten in ihrem natürlichen Treiben zu stören, ist es empfehlenswert, sich ganz still in die Nähe von Stellen hinzusetzen, wo sie möglicherweise vorbeikommen, um dann mit der Umgebung zu verschmelzen, und ihnen die Möglichkeit geben, sich entweder in unserer Gegenwart sicher zu fühlen, oder uns evtl. gar nicht zu bemerken.

Was tun bei einer Sichtung?

Auf der Plattform StadtWildTiere können wir eintragen, wenn wir ein Wildtier gesichtet haben. Es wird festgehalten, was, wann und wo die Sichtung war. Daraus ergibt sich eine Karte mit gewissen Mustern.

Sieht man ein Wildschwein, ist Vorsicht geboten. Wenn sie sich bedroht fühlen, können sie sehr gefährliche Verletzungen verursachen. – Photocredit: pixabay.com/webandi

Fazit

So lange war ich frustriert, dass dadurch, dass ich in der Stadt lebe, ich ja gar keine Chance habe, Wildtiere zu beobachten. Nachdem ich jedoch über diverse Berichte – speziell über Rehe und Füchse – gestolpert bin, wurde mir klar, dass ich lediglich meine Beobachtungs- und Aufmerksamkeits-Muskeln trainieren darf. Dann eröffnet sich auch hier wieder eine ganz neue Welt.

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