Mittlerweile ist allgemein bekannt, wie wichtig Insekten für den Lebenszyklus auf der Erde sind. Vogelhäuser gibt es ausreichend, dachten sich die Pariser, was fehlt sind Häuser für Insekten. Ein Kunstprojekt lieferte die benötigten Unterkünfte.

Nicht nur Bienen, viele andere Insekten, tragen entscheidend zum Gedeihen der Pflanzenwelt und zum ungestörten Gleichgewicht der Natur bei. Die biologische Vielfalt ist dabei wichtige Grundlage für das menschliche Wohlergehen. Das Wohlergehen der nützlichen Hautflügler sollte uns Menschen also ein ernstes Anliegen sein.

Mit dem Ziel, Biodiversität zu fördern, wurde in Paris „Insectopia“ erbaut: eine Stadt der Insekten. Und zwar eine Stadt, in der es sich für die geflügelten Nützlinge leben lassen soll.

Auf Baumstämmen sind Hunderte kleiner Holzblöcke angebracht, die einzeln angefertigt und unterschiedlich groß sind. Die Blöcke wurden so arrangiert, dass eine kleine Stadt für Insekten entsteht.

Die Designer von Vaulot&Dyèvre haben die  unterschiedlichen Insektenhäuser entworfen. Gemeinsam ist den Holzhäuschen ein rotes Dach und eine kleines Loch. Auch die runden Öffnungen sind unterschiedlich groß und jedes Holzstück findet sich auf einer eigenen Höhe. Die meisten Häuser befinden sich allerdings auf der Spitze eines Baumstamms.

Aus der Entfernung sehen die einzelnen Insektenstädte aus wie Bäume. Kommt man den Bäumen näher erkennt man die einzelnen kleinen Häuser. Die Designer geben an, mit dem Projekt Aufmerksamkeit auf eine Welt zu lenken, die für unsere Augen oft nicht sichtbar ist, in Wirklichkeit aber in ständiger Bewegung ist. Bisher ist nicht bekannt, welche verwöhnten Tiere in die Designerhäuser eingezogen sind. Auch liegen bisher keine Beschwerden der hart arbeitenden geräuscharmen Ameisen über die lauten Zikaden im Dachgeschoss vor.