Eines der größten Problem bei Elektroautos ist weiterhin die schwere Batterie. Das Verhältnis von Gewicht und erzeugter Energie erlaubt derzeit keine zu einem Benzinmotor vergleichbare Leistung. IBM will eine Lösung gefunden haben: Eine Batterie, die atmet.

Die Batterie erzeugt Energie durch die Aufnahme und Abgabe von Sauerstoff. Angetrieben durch die Außenluft ist die Batterie deutlich kleiner und leichter als herkömmliche Lithium-Ionen-Akkus. Ein Auto soll damit rund 800 Kilometer (500 Meilen) fahren können.

Das Entwicklungsteam von IBM hat das Gewicht deutlich reduziert. Der Sauerstoff wurde aus der Batterie genommen und wird stattdessen aus der umgebenden Luft gewonnen. Sauerstoff dringt nun in die Batteriezellen ähnlich wie bei einem Verbrennungsmotor. In der Zelle wird der Sauerstoff zur Kathode geleitet wo es zu einer Reaktion mit den Lithium-Ionen kommt. Die Lithium-Ionen werden zu Lithiumperoxid, geben Elektronen ab und erzeugen Strom für den Motor.

Ist die Batterie mit Sauerstoff gesättigt, kann kein Strom mehr erzeugt werden und muss neu aufgeladen werden. Beim Ladevorgang wird der Sauerstoff abgegeben und das Lithium zurück in den ursprünglichen Ionen-Zustand. Die Batterie hat eine Kapazität von bis zu 10.000 Milliamperestunden mit einem Gramm Kathodenmaterial.

An dieser „Lithium-Luft“-Batterie wird schon seit geraumer Zeit geforscht. IBM hat nun mit Hilfe des Supercomputers Blue Gene demonstriert, dass die Vorstellung tatsächlich realisierbar ist. Eine Serienproduktion ist kurzfristig nicht möglich. IBM ist zuversichtlich, eine marktreife Version bis 2020 herstellen zu können.

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