Entspannte Weihnachten
Entspannte Weihnachten
Stress unendliche To-Dos müssen nicht sein – die besten Tipps für eine entspannte Weihnachtszeit

„I’m dreaming, of a whiiiite Christmas…“ – und von entspannten Weihnachtsfeiertagen träume ich auch! Leider ist gerade die „schönste Zeit im Jahr“ für viele sehr stressig. Mehr Termine und To-Dos als sonst, um allen ihre Weihnachtswünsche zu erfüllen und alles so zu feiern, wie die Familie es erwartet. Nachdem es mir Jahr für Jahr so geht, dass die Weihnachtszeit weniger entspannt ist als ich das möchte, habe ich heute die besten Tipps für entspannte Weihnachten gesammelt.

Tipps für entspannte Weihnachten

Haben wir alle Geschenke? Was essen wir zu Weihnachten? Wann schmücken wir den Baum, ohne, dass die Kinder es merken? Wie bekomme ich die Familie dazu schöne Fotos für die Weihnachtskarte zu machen? So viele Fragen schwirren in dieser Zeit herum und nicht alle sind es wert, sie auch zu stellen. Einige Dinge könnt ihr sicher getrost weg lassen. Das mögen bei jedem anderen Dinge sein, denn jedem ist etwas anders wichtig, speziell zu Weihnachten. Aber trotzdem, irgendwas findet sich sicher.

Geschenkeflut reduzieren

Die richtigen Geschenke zu finden, sie rechtzeitig zu besorgen und dann schön zu verpacken ist für viele der größte Stressfaktor zu Weihnachten. Doch wieso ist das eigentlich so? Haben nicht ohnehin schon alle genug? Freut sich überhaupt noch jemand über das siebte erzwungene Geschenk? Versteht mich nicht falsch, ich bekomme sehr gerne Geschenke und verschenke auch gerne – beziehungsweise anders formuliert: ich mache gerne jemandem ein Geschenk. Doch mittlerweile mache ich es bei vielen so, dass ich direkt nachfrage, was sich derjenige wünscht. Nicht sehr romantisch, aber so kann ich sicher sein, dass sich der Beschenkte freut. 

Ganz generell verschenken wir zu Weihnachten sehr wenig und versuchen auch unseren Kindern zu vermitteln, dass es nicht darum geht. Bisher gelingt das glaube ich sehr gut, sie wünschen sich beispielsweise heuer nur Kleinigkeiten wie bunte Wolle zum Fingerstricken, ein Malbuch etc. Für Bekannte basteln wir Geschenke gerne selber, ein paar Ideen dazu habe ich hier schon für euch aufgeschrieben. Meist versuche ich Dinge zu verschenken, die auch verbraucht werden können – wie etwas für die Küche, Badesalz, Kerzen, Teemischungen etc. Denn wie oben schon erwähnt: wir haben alle im Grunde mehr als wir brauchen. Emotionale Qualität vor Quantität oder Preis.

Weihnachtsgeschenke
Fotocredit: Annie Spratt auf Unsplash

Schenke dir selbst eine Pause

Kennt ihr den Spruch: „Wenn du es eilig hast, gehe langsam. Wenn du es noch eiliger hast, dann gehe einen Umweg.“? Je stressiger der Tag, desto mehr Pausen solltet ihr einlegen. Sonst könnt ihr sicher sein, dass Dinge schief gehen werden und ihr am Ende unrunder seid, als nötig wäre. In der Eile passieren Fehler und die Freude geht ohnehin verloren. Ein paar Minuten durchatmen, ein kurzer Spaziergang an der frischen Luft, eine gute Tasse Tee… es gibt viele Möglichkeiten eine kleine Pause zu machen und gestärkt wieder durchzustarten. So schafft ihr mehr, als wenn ihr hetzt, versprochen!

Gesunde Routinen beibehalten

Ich bin (unter anderem) Fitness- und Ernährungstrainerin daher ist mir die Gesundheit immer sehr wichtig. Gerade in der Weihnachtszeit werden gesunde Routinen oft hinten angestellt und erst im neuen Jahr der Vorsatz gefasst, wieder sportlicher zu sein und gesünder zu Essen. Dabei braucht der Körper besonders in dieser stressigen Zeit Vitamine, regelmäßige Bewegung und genügend Schlaf. Wie wäre es beispielsweise mit einem Obstchristbaum, statt dem Keksteller? Der ist bei uns jedes Jahr noch vor den Keksen aufgegessen!

Obstchristbaum
Obst Christbaum – Fotocredit: Ulrike Göbl (Fit & Glücklich)

Mach Kompromisse

Als Perfektionistin fällt es mir nicht leicht Kompromisse einzugehen und einige To-Dos nicht perfekt zu erledigen. Das ist aber manchmal essentiell, um alle Punkte auf der Liste überhaupt schaffen zu können. Am besten sortiert ihr die Liste nach Priorität und konzentriert euch auf die wichtigsten Punkte. Manche Dinge bleiben dabei vielleicht auf der Strecke, aber sind wir einmal ehrlich: wem wird es auffallen, wenn die Dekoration nicht so ist, wie ihr sie euch vorgestellt habt, oder das Weihnachtsmenü nur aus zwei statt drei Gängen besteht?! Ein bisschen mehr Realitätssinn und geringere Erwartungen schaffen Freiraum.

Pausen einplanen

Nicht nur in der Vorweihnachtszeit, auch in den Feiertagen und danach solltet ihr aktiv Pausen einplanen. Nämlich so richtig in den Kalender eintragen. Gönnt euch selbst und eurer Familie ein bisschen Langeweile, denn gerade in solchen Zeiten finden wir wieder zu uns selbst und kommen wieder in Balance.

Weihnachtslieder
Fotocredit: David Beale auf Unsplash

Singen statt Streiten

Erzwungene Blockflötenkonzerte und Gedichte auswendig lernen führen wohl eher zu Anspannung als zu Entspannung. Wir legen daher gerne die „Weihnachtsbäckerei“auf und singen alle lauthals mit (die Kinder haben mittlerweile sogar einen Tanz dazu). Das klappt auch ohne Kinder – einfach Lied aufdrehen, singen und tanzen! Und überrascht sein, wie sehr das entspannt und sich Atmung, Puls und Blutdruck wieder normalisieren.

Und was tun, wenn der Baum schief ist, die Kinder streiten und die Geschenke nicht gefallen? Am besten erwartet ihr nichts, dann seid ihr mit Sicherheit positiv überrascht. Es wird nie perfekt sein, und irgendwie ist es das jedes Jahr doch… ich wünsche euch eine wunderschöne Weihnachtszeit!

 

Quellen:
Einfach grünlich, Ann-Kathrin, 07.12.2016, „7 Tipps für eine entspannte Weihnachtszeit
Silke Weinig, 15.12.2017, „15 Tipps für entspannte Weihnachten
Utopia, Annika Flatley, 01.09.2020, „Weihnachten ohne Stress: 12 Minimalismus Tipps